Es handelt sich um einen kleineren Ort im Kreis Tschortschiw, im Oblast Ternopil. In den Ort gab es eine Burg, die wahrscheinlich im 16. Jahrhundert von der Familie Jazłowiecki erbaut wurde. Vermutlich wurde sie in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts von den Tataren zerstört. Aktuell sind noch Überreste der Burg zu sehen. Über die Geschichte des Herrenhauses von Bilcze Złote ist relativ wenig bekannt. Es ist bekannt, dass die Ländereien im Besitz der Familie Potocki waren. Im Jahr 1854 wurde das Dorf von Adam Sapieha gekauft, der dort 1866 den geräumigen Palast errichtete. Der Palast wurde wahrscheinlich nach dem Zweiten Weltkrieg von den Bolschewiki zerstört. An seiner Stelle wurde ein Gemeindezentrum im Stil des sozialistischen Realismus errichtet. Der Park, in dem sich die Residenz befindet, existierte bereits im achtzehnten Jahrhundert. Er nimmt 11 Hektar ein und ist einer der wertvollsten im westlichen Teil der Ukraine. Hier finden Sie eine beeindruckende Anzahl von Baumarten. Viele Bäume im Park haben enorme Ausmaße, die riesige Krone der Linde in der Mitte des Parks ist am beeindruckendsten. Im Park befindet sich eine neugotische Grabkapelle der Familie Sapieha, die 1839 erbaut und 1898 umgebaut wurde und derzeit als griechisch-katholische Kirche dient. Das Foto wurde vermutlich die durch k.u.k. Luftfahrttruppe, Kommando Flik11 im 1. Weltkrieg aufgenommen, als diese dort einquartiert waren.
Der Ort liegt ca. 10km südlich von Chodoriw (russ.: Chodorow). Das Haus gehörte einst einer polnischen Adelsfamilie und diente als Sommerresidenz. Im 2. Weltkrieg wurde das Anwesen verlassen. Später diente es als Schule. Zur Wendezeit war das Herrenhaus in einem jämmerlichen Zustand. Die lokale Verwaltung übergab das Schloss 1992 an die katholische Kirche. 10 Jahre dauerte die Sanierung. Die Kirche brachte hier hilfsbedürftige Kinder unter. 2018 wurde das Heim aus der katholischen Kirche herausgelöst und als Familienheim „Living Pearl“ selbstständig. Auch heute noch ist das Schloss Heim für Kinder und Jugendliche (www.livingpearl.com)
Ca. 45 km nördlich von Luzk liegt der Ort Hodomychi am Fluss Styr. Hier muss es noch um 1916 ein kleines Holzherrenhaus gegeben haben, dass im 1. Weltkrieg der deutschen Armee (Infanterie Regiment 82, 2. Kompanie) als Quartier diente. Der Ort ist seit 1648 bekannt. Heute leben dort wohl um 900 Einwohner. Die Gegend war ursprünglich im Besitz der Familie Chreptowitsch. 1648 ging das Dorf an den Fürsten Stepan Tschetwertynskij. Der Besitz verblieb 250 Jahre lang im Besitz der Fürsten von Hodomychi und war eines der ältesten Adelssitze in Wolhynien. Der letzte Besitzer aus dieser Familie war Fürst Dimitr Swjatoplok Tschetwertynskij (1777-1859). Nach dessen Tod erbten seine Töchter Eleonora Tyskjewitsch und Karolina das Anwesen. Deren Nachkommen verkauften es später an den Russen Nestrojew. Das kleine Herrenhaus stammt wohl aus dem 17. Jahrhundert und wurde vermutlich im 1. Weltkrieg zerstört.
Goloby ist ein kleiner Ort ca. 25km südöstlich von Kowel entfernt in der heutigen Ukraine. Der Ort wird wird im 16. Jh. erwähnt und lag bis 1795 in der damaligen Adelsrepublik Polen-Litauen. Als Teil des russischen Reiches gehörte dieses Gebiet dann zu dem Gouvernement Wolhynien. Nach dem 1. Weltkrieg war Holoby wieder Teil Polens. Durch den Hitler-Stalin-Pakt wurde das Gebiet durch die Sowjetunion besetzt. Im 2. Weltkrieg war das Gebiet bis 1944 durch Deutschland besetzt. Vom Schloss Holoby ist nach Internetangaben wohl nur noch ein Flügel als Ruine erhalten. Über die Geschichte des Schlosses und dessen Bewohner konnte bislang nichts ermittelt werden.
Das Herrenhaus lag ca. 20km nordwestlich von Tarnopil am Fluss bzw. Seret-See. Im 1. WK war die Gegend von deutschen Truppen besetzt. Das Herrenhaus diente als Regiments-Stabsquartier der „Maikäfer“. Es handelte sich um das Garde-Füsilier-Regiment aus Berlin zu dessen Ehren im Gutspark ein Denkmal aufgestellt wurde. Es ist nicht ganz klar, wo genau das Herrenhaus Stand und ob es noch heute existiert.
Der Ort Jahotyn liegt ca. 100 km östlich von Kiew am westlichen Ufer des Slupij, einem Nebenarm des Dnepr und gehörte zum westlichsten Zipfel des Gouvernements Poltawa (ukr.: Poltava). Heute gehört es zum Oblast Kiew. Der Ort wurde bereits um 1550 gegründet. Das Gut gehörte dem Fürsten und russischen General Nikolai Grigorjewitsch Repnin-Wolkonksi (1778-1845). Viele bekannte Persönlichkeiten waren auf dem Gut zu Gast, darunter der Maler und Dichter Taras Schewtschenko (1814-1861). Im 1. Weltkrieg waren indem Schloss und den Nebengebäuden Soldaten der Deutschen Armee untergebracht. Von der einstigen Schlossanlage sind nur noch Teile bzw. Nebengebäude erhalten. Einige Zeit wurde das Anwesen als Krankenhaus genutzt. Im ehemaligen Gästehaus ist heute ein historisches Museum eingerichtet.
Die dargestellte Ruine befindet sich in dem kleinen Ort Kabarivtsi in der Region Ternopil (dt., poln.: Ternopol). Im 1. Weltkrieg war der Ort durch die deutsche Armee, nachweislich 1916 durch das Reserve-Jägerbataillon Nr. 26 und während des 2. Weltkriegs von 1941 bis 1944 besetzt. Das Rittergut gehörte zumindest vor dem 1. Weltkrieg einem Angehörigen der polnischen Schlachta (niederer polnischer Adel). Das Herrenhaus wurde im 1. Weltkrieg zerstört. Leider konnten bislang keine weiteren Details zum Gut und dessen Besitzer ermittelt werden.
Der kleine Ort liegt auf halbem Weg zwischen Lemberg (Lwiw) und Ternopil ca. 10km nordöstlich von Solotschiw/Zolochivka entfernt am Fluss Bug in einem Talkessel. Daraus leitet sich wohl auch der Ortsname ab. Der Ort wurde 1467 erstmal erwähnt. 1780 errichtete Maciej Starzenski einen Palast. Anfang des 19. Jh. ging das Anwesen in den Besitz des Grafen Bavorowski über. Der Bau des Palastes wird auch ihm zugeschrieben. Zum Palast von Koltow gehörten auch eine Kirche, eine Brennerei und eine Ziegelei sowie zwei Mühlen. Später gehörte das Gut der polnisch-österreichischen Fürstenfamilie Goluchowsky. Der Ort wurde im 1. Weltkrieg besetzt. Das Schloss brannte in dieser Zeit vollständig ab.
Das ehemalige Gut befindet sich ca. 50km wsw von Luzk und ca. 40km sö von Wolodymyr-Wolynskyj entfernt. Es wurde erstmals 1495 erwähnt. Im 17. Jh. war die Familie Czarniecki der Besitzer. Diese ließ eine hölzerne Verteidigungsburg errichten, die später jedoch zerstört wurde. 1722 wurde eine zweite Burg aus Stein durch Mykhailo Potocki erbaut. Diese wurde im Laufe der Zeit ebenfalls zerstört. Es blieben Mauerreste und das Tor erhalten. Das einstöckige Herrenhaus mit Satteldach wurde Ende des 18. Jh. von Antoni Rudzinski (1754 -1821) auf den Grundmauern der älteren Befestigungsanlage erbaut. Das Herrenhaus wird durch einen zweistöckigen Portikus, der durch vier toskanische Säulen getragen wird, geschmückt. Das Haus war prachtvoll ausgestattet und verfügte über eine Sammlung wertvollen Porzellans. Rund um das Herrenhaus war ein großer Park angelegt. Den Eingang des Parks bildete ein Tor, dass noch von der Burg übrig war. Der letzte Besitzer war Adam Tadeusz Czacki. Sowohl im ersten als auch im zweiten Weltkrieg war das Gut zeitweise von Deutschen besetzt. Im ersten Weltkrieg, 1918, brannte das Gutshaus ab. Auch das Burgtor wurde 1938 zerstört. Heute existieren lediglich noch Grundmauern der einstigen Burg.
Es handelt sich vermutlich um den kleinen Ort, der ca. 30km westlich von Ternopil (russ.: Ternopol) an einem kleinen See liegt. Über das Gut und das dazugehörige Herrenhaus konnten sich keine Fakten ermitteln lasse. Es ist lediglich bekannt, dass der Ort bereits um 1564 als Losowka (ukr.: Losywka/Lozyvka) erwähnt wurde. Im 1. Weltkrieg lagen hier im Winter 1917 Soldaten der deutschen Armee. Etwa 25km südöstlich von Ternopil liegt ein weiterer Ort mit dem Namen Kosywka/Kozivka am Sorotske Fluss. Auch dieser Ort könnte in Frage kommen, da auch hier die deutsche Armee im 1. Weltkrieg stationiert war. Das Herrenhaus scheint nicht mehr zu existieren.
Der kleine Ort liegt im Westen der Ukraine im Gebiet Lwiw (dt.: Lemberg) ca. 15km südlich der Stadt Mostyska (poln.: Moscyska, russ.: Mostiska). Der Ort wird bereits um 1366 erstmals erwähnt. Der Ort wurde wohl durch eine gleichnamige Familie gegründet. Im 19. Jh. war Graf Drogojowsky der Eigentümer des Gutes. Um 1822 wurde der Palast im klassizistischen Stil errichtet. Charakteristisch für das Herrenhaus sind die beiden Säulenpaare mit Dreiecksgiebel und der Balkon mit Fensterbogen dahinter. Hinter dem Haus wurde ein Schlosspark angelegt, der bis heute erhalten ist. Der Graf soll für sein opulentes Leben bekannt gewesen sein. Er veranstaltete rauschende Bälle. Durch den verschwenderischen Luxus ging er bankrott und er erschoss sich. Gegen Ende des 19. Jh. musste das Anwesen an die Familie Slotwinsky verkauft werden. Danach folgten weitere Besitzerwechsel. 1941 wurde der Ort durch die Deutsche Armee besetzt. Zur Sowjetzeit diente das Schloss verschiedenen Zwecken. Unter anderem war hier von 1953 bis 1957 eine Abteilung des Inlandsgeheimdienst untergebracht, der hier auch ein berüchtigtes Gefängnis einrichtete. Später war hier ein Internat eingerichtet. Zu der Zeit wurde eine Turnhalle dem Hauptgebäude angefügt und somit das Äußere verändert. Später war hier eine forstwirtschaftliche Fakultät der Universität untergebracht. Heute beherbergt das Gebäude ein Lyzeum.
Die Stadt liegt im Gebiet von Lwiw am Ufer des Bug. 1951 wurde sie in Tscherwonohrad umbenannt. Die Stadt wurde 1992 durch Feliks Kazimir Potocki auf dem Gebiet einer älteren Ortschaft gegründet. Die Stadt wurde nach seiner Frau Krystyna benannt. Sein Enkel erbaut das spätbarocke Palais nach den Entwürfen von Pierre de Recaud. Nach der Teilung Polens gehörte die Stadt von 1772 bis 1918 zum österreichischen Galizien. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt 1939 durch russische Truppen und zwischen 1942 bis 1944 durch die deutsche Armee besetzt. Das Palais ist bis heute erhalten und wird als Museum und Schule genutzt.
Das ehemalige Gut lag ca. 13km östlich von Rohatin (ukr.: Rohatyn, russ.: Rogatin) am Fluss Narajowka (ukr.: Narajiwka). Der Ort war im ersten Weltkrieg im Sommer 1917 durch deutsche Truppen besetzt. Über die Geschichte des Gutes und dessen Besitzer konnte bislang nichts in Erfahrung gebracht werden.
Meteniv ist ein kleiner Ort ca. 25km südöstlich von Solotschiw (poln.: Zloczow, russ.: Solotschew) entfernt. Über das kleine Gutshaus und seine Bewohner konnte bislang nichts ermittelt werden, außer dass hier im 1. Weltkrieg deutsche Soldaten stationiert waren.
Der Ort Molochky liegt am Fluss Teteriw, ca. 40km nördlich von Chmilnyk (russ.: Chmelnik) entfernt. Der Palast stammt aus dem Jahr 1820 und wurde durch den General Gizycki im Empirestil errichtet. Das zweistöckige Gebäude wird durch einen imposanten Portikus und Dreiecksgiebel geschmückt und ähnelt dem Schloss in Poryck (ukr.: Pwaliwka). Das Gebäude gibt es heute nicht mehr.
Das ehemalige Schloss Olejow lag nur ca. 35km nordwestlich von Ternopil (früher Ternopol) entfernt am Fluss Lopuschanka (auch Lopuszanka), einem Nebenfluss des Seret. Der Ort wurde erstmals um 1532 erwähnt. An dem Ort muss auch eine alte Burg existiert haben. Das Herrenhaus Olejow existiert ebenfalls nicht mehr. Gesichert ist, dass es im 1. Weltkrieg 1917 in der Hand der Österreichisch-Ungarischen Armee war und als Stabsquartier diente. Später war hier auch ein Lazarett eingerichtet. Zu dieser Zeit war das Herrenhaus im Besitz des Grafen Kazimierz Wodzicki. Es kann gut sein, dass das Schloss im Verlauf des Krieges zerstört wurde. Bei dem Schloss handelte es sich um einen eingeschossigen Bau mit Mansardwalmdach und zwei Seitenrisaliten im klassizistischen Stil.
Der kleine Ort liegt nur ca. 25km WSW von Tarnopil entfernt am Fluss Strypa. (Es handelt sich vermutlich nicht um den gleichnamigen Ort, der ca. 5km nördlich Tarnopils liegt.) Leider gibt es zu dem dargestellten Herrenhaus mit zweistöckigen Zentralteil und einstöckigen Seitenflügeln keine näheren Angaben. Gesichert ist nur, dass hier im 1. Weltkrieg 1916 am Fluss Strypa die Front verlief und Kämpfe stattgefunden haben.
Der kleine Ort Popowychi liegt ca. 35km südöstlich von Kowel entfernt am Fluss Stochid (russ.: Stochod). Das Gut hat der russischen Zarenfamilie als Jagddomizil gedient. Im 1. Weltkrieg war die Gegend am Stochod schwer und lange umkämpft und das Gutshaus diente als Quartier der deutschen Armee. Weitere Informationen waren bislang nicht verfügbar. Das Herrenhaus scheint heute nicht mehr zu existieren.
Das ehemalige Gut liegt am Fluss Luha, ca. 10k, östlich von Iwanytschi und etwa 60km von Luzk entfernt. Der Ort wird um 1407 erstmals erwähnt. Der Ortsname wurde 1951 in Pawliwka geändert. Der Palast existiert heute nicht mehr.
Das Schloss liegt ca. 4km südwestlich von Bereschany entfernt. Der polnische Name „Raj“ bedeutet so viel wie Paradies. Einer Legende nach gehörte das Land Adam Sieniawski. Seine Frau Eva soll bei einem Spaziergang gesagt haben: „Dieser Ort ist ein Paradies auf Erden. Er sollte Paradies („Raj“) genannt werden. Die Historiker sind sich uneins, ob diese Legende stimmt, da die Frau von Adam Sieniawaski nicht Eva hieß. Es könnte aber sein, dass Adam seiner Frau den Kosenamen Eva gab. Um 1707 besuchte der russische Zar Peter I. das Schloss. Er soll tief beeindruckt von der Schönheit gewesen sein. Das Schloss Raj war reichlich dekoriert mit chinesischen Wandverkleidungen, Ölgemälden und edlen Teppichen. Angeblich soll es einen geheimen Gang zum nahegelegenen Schloss in Bereschany gegeben haben. 1709 eroberte der schwedische König Karl XII. die Ukraine. Dabei wurde der Palast schwer beschädigt. Der Palast wurde durch Adam Smigielski weiter abgerissen. Es folgten mehrere Besitzerwechsel, bis der Palast in die Hände der Familie des Alexander Potocki kam. Die Potockis sanierten um 1830 den Palast und den Park. Der Park wurde mit exotischen Pflanzen und Bäumen geschmückt und wurde der Allgemeinheit geöffnet. Im 1. Weltkrieg diente das Schloss als Unterkunft für die Deutsche Armee. Zur Sowjetzeit wurde der Palast als Kindersanatorium genutzt. Heute scheint der Palast leer zustehen. Der Palast ist ein quadratisches, zweistöckiges Gebäude im neoklassizistischen Stil, dass von einer Kuppel gekrönt wurde. Im Innern führten geschwungene Treppen im prachtvollen Vestibül in die zweite Etage. Die Kuppel scheint heute nicht mehr vorhanden zu sein.
Rosdil wird 1569 erstmals erwähnt. Ab 1772 gehörte der Ort zum österreichischen Galizien. Ab 1918 bis 1939 gehörte die Gegend zu Polen. Nach dem 2. Weltkrieg war Rosdil Teil der Sowjetunion. Mit der Unabhängigkeit ab 1991 war das Gebiet Teil der Ukraine. Das Schloss liegt ca. 50km südlich von Lwiw (dt.: Lemberg) entfernt. Der Palast trägt auch den Namen von Michal Schwewusky und Karol Lanskoronsky. Der Palast wurde 1740 durch Michal Schewusky im Stil der französischen Renaissance erbaut. Der Palast soll 60 Räume gehabt haben. 1820 wurde das Anwesen durch die Familie Lanskoronsky übernommen. Diese ließ den Palast stark umbauen und mit vielen Skulpturen schmücken. Nach der Unabhängigkeit der Ukraine sollte der verfallene Palast saniert werden. Der Eigentümer kam jedoch in Verruf und war nicht in der Lage, die Sanierungen durchzuführen. 2017 fiel das Anwesen wieder an den Staat zurück. Seit 2022 ist der Palast im Besitz des Investors EFI Group, die das Ensemble restaurieren möchte. Leider gibt es nur sehr spärliche Angaben zur Historie des Palastes.
Der auf der Rückseite angegebene ehemalige Ort Sarni Dolne liegt etwas östlich unweit der Stadt Bursztyn in der heutigen Ukraine und ist vermutlich mit dem Ort Podilla (russ.: Podolje) gleichzusetzen. Die Angaben zu dem dargestellten Schloss sind sehr widersprüchlich. Es kann sich vermutlich um ein Anwesen der aus Armenien stammenden Kaufmannsfamilie Krzeczunowicz im 10 km südlich gelegene Bilschiwzi (poln.: Bolszowiec) handeln. Das Gut war vorher im Besitz der Familie Malecki. Diese baute um 1800 das dreistöckige Schloss. Das Schloss wurde mehrfach umgebaut. Im 19. Jh. erbte die Familie Krzeczunowicz das Gut mit dem Schloss. Im 1. Weltkrieg wurde das Schloss vollständig zerstört. 1926 bis 1929 wurde ein neues, kleineres im neoklassizistischen Villenstil erbaut. 1939 emigrierte die Familie nach Großbritannien. Das kleinere Schloss existiert noch heute und wird wohl als Altersheim genutzt.
Der Ort Smordva liegt zwischen Luzk und Dubno in der heutigen Ukraine ca. 20km. Nordwestlich von Dubno entfernt. Im 16. Jahrhundert existierte hier eine Burg. Vermutlich wurde im 18. Jh. diese von der Familie Ledochowski, die zum polnischen Hochadel gehörte, übernommen. Dieses Anwesen wurde der Stammsitz der Familie. Józef Piotr Ledóchowski baute vermutlich auf den Mauern der alten Burg einen klassizistischen Palast. Wir dieser Palast aussah ist nicht überliefert, da Janusz Ledochowski das Anwesen nach Entwürfen von Henryk Marconi deutlich umbaute und erweiterte. Michel Lodochowski war mit dem neuen Aussehen nicht zufrieden und beauftragte Stefan Szyller Anfang des 20. Jh. mit dem erneuten Umbau im Neorenaissancestil. Der Palast wurde nach 1945 abgerissen.
Der kleine Ort Sorotske liegt ca. 30km südöstlich von Ternopil entfernt. Leider ließe sich bislang keine Fakten über das abgebildete Schloss ermitteln. Es ist lediglich bekannt, dass hier im 1. Weltkrieg deutsche Truppen stationiert gewesen sein müssen. Vermutlich existiert das Schloss nicht mehr.
Die Stadt mit ca. 10000 Einwohnern, die deutsch auch Hinterwalden genannt wurde, liegt malerisch in einer Schleife des Dnister-Flusses (auch Tyra-Fluss) an der Grenze des Bezirks Ternopil zum Bezirk Tscherniwizi. Die Stadt wird bereits um 1340 erstmals erwähnt. Der Palast mit seinen Kolonnaden und Seitenflügeln wurde 1831 durch Baron Ignatius Brunicki (Brunytsky) im Empire-Stil errichtet. Zu dem Schloss gehörte ein 5ha großer Park. Der Palast existiert noch heute und beherbergt Einrichtungen des Bezirkskrankenhauses.
