Lost Places & Unlost Places Ostpreussen - Polen, Russland, Litauen

Russland, Kaliningrader Gebiet S - Z

Sanglienen - Chmeljowka, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das Gut Sanglienen, ursprünglich als Sangelin um 1440 gegründet, lag im ehemaligen Samlandkreis. Die Siedlung wurde nach 1945 aufgegeben. Über die Geschichte des Gutes ließ sich nichts ermitteln.

 

Sankt Lorenz - Salskoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Der Name des Ortes im Samland nahe der Ostseeküste bei Rauschen (russ.: Swetlogorsk) geht auf den Heiligen Laurentius zurück. 1450 entstanden hier eine Kirche, die heute noch als Ruine vorhanden ist, und das Vorwerk eines Gutes. Die weitere Besiedlung fand erst später statt. Über die Geschichte des Gutes und seine Besitzer ließ sich bislang nichts ermitteln.

 

Schönbruch - Szczurkowo/Schirokoje, Ostpreussen - Polen/Russland

Schrombehnen - Moskowskoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das ehemalige Gut Schrombehnen liegt ca. 30 km südlich von Kaliningrad (dt.: Königsberg entfernt. Es gehörte zum Kreis Preußisch-Eylau (russ.: Bagratjonowsk) und war Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. einer Familie von Gramatzki. 1929 war der Besitzer Alfred von Gramatzki, der das Gut jedoch durch einen Verwalter bewirtschaften ließ. Das Gut besaß eine Pferdezucht. Das Gutshaus wurde um 1784 errichtet. Das zweite Stockwerk wurde erst 1902 hinzugefügt.

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Schultitten - Strelnja, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das Gutsdorf Schultitten lag ca. 13km nordwestlich von Preußisch-Eylau (russ.: Bagratjonowks) entfernt. Um 1929 war das Gut im Besitz des Herrn von Kalckstein. Über die Geschichte und den heutigen Zustand des ehemaligen Gutsdorfes ließ sich nichts ermitteln. Die Bahnstrecke durch den nahegelegenen Ort Schrombehnen (Moskowskoje) existiert noch. Vom einstigen Bahnhof Schrombehnen (heute: Strelnaja Nowa) sind nach Internetangaben noch Nebengebäude erhalten.


Sehmen - Soldatowo, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Der einstige Gutsort Sehmen (ursprünglich Czemen, später bis 1938 Saymen, seit 1947 Soldatowo) liegt ca. 13 km südwestlich von Prawdinsk (dt.: Friedland). 1403 wurde das Gut durch Konrad von Jungingen an Heinrich Grobel verliehen. 1623 erwarb Heinrich von der Groeben das Gut. Es blieb bis 1643 in der Familie und ging dann durch Erbschaft an Verwandte. Es folgten verschiedene Besitzer. Darunter waren u.a. Namen wie von der Ölsnitz, von Manstein, von Plotho und von Klinckowström. 1800 kaufte Baron von der Goltz das Gut. Schon 1801 ging es durch Verkauf an Graf Heinrich zu Eulenburg. Der verkaufte es wiederum an den Grafen Friedrich von Klinckowström. Durch Erbschaft erhielt seine Tochter das Gut. Diese war mit Baron Gustav von Wrangel verheiratet. Von nun an verblieb das Gut über 125 Jahre bis 1945 im Besitz der Barone von Wrangel. Das langgestreckte Gutshaus mit seitlichem Turm wurde vermutlich im 18. Jh. erbaut. Nach Internetinformationen existiert vom Anwesen nur noch eine Ruine. Ein Restaurierungsversuch in den 1990er Jahren scheint wohl gescheitert zu sein.

 

Sesslacken - Pridoroschnoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Informationen folgen

Strobjehnen - Kulikowo, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das ehemalige Gut liegt nur ca. 15km östlich vom Badeort Rauschen entfernt an der Samlandküste. 1336 wurde das Land den prußischen Besitzern Mnyslicz und Nerweketz verliehen. Der kleine Ort im ehemaligen Kreis Fischhausen wurde um 1400 als Strobieyn und später als Strabieynn erwähnt. 1798 erlangte der Ort Berühmtheit, weil hier ein Bauer einen wertvollen prussischen Armschmuck aus Gold bei Feldarbeiten entdeckte. Der Schmuck befindet sich heute in einem russischen Museum. Um 1910 hatte der Ort ca. 128 Einwohner. 1920 wurde der Ort in die Gemeinde Garbseiden (russ.: -, nicht mehr existent) eingemeindet. In jüngerer Vergangenheit erlangte der Ort erneut Bekanntheit durch den Bau eines pompösen Glücksspielpalastes. Über das Gut, das Gutshaus und dessen Bewohner konnte bislang nichts ermittelt werden. 

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Szirgupönen, Schirgupönen, Amtshagen - Dalneje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Der kleine Ort Szirgupönen lag unweit von Gumbinnen (russ.: Gussew). Der Ort wurde als Szyruuppen gegründet. Der Ortsname wechselte mehrfach seine Schreibweise von Szyruuppen in Szirgupoenen, Szyrkubken, Szirgupönen bis hin zu Schirgupönen (1936). 1938 wurde der Ortsname durch den bis 1946 existierenden deutschen Namen Amtshagen ersetzt. Um 1933 lebten hier ca. 450 Einwohner. Nach dem II. Weltkrieg existierte der Ort noch ca. 20 Jahre und wurde schließlich aufgegeben. Die Häuser und die Kirche wurden abgetragen. Über das Gut und das dazugehörige Schloss ließ sich nichts ermitteln.

 

Ordensburg/Gut Taplacken - Talpaki, Ostpreussen - Russland (Kaliningrader Gebiet)

Das ehemalige Gut lag im Kreis Wehlau (russ.: Snamensk). Der Ortsname geht auf die prußischen Worte „toplu“ für „warm“ und „laucks“ für „Feld“ zurück. Im Laufe der Zeit änderte sich der Name von Tapelawke, Tapelaken, Taplawken, Tepplauwcken, Toplauken zu Taplacken. Schon im 13.  Jh. errichtete der Orden eine erste einfache Befestigung als einen der am weitesten vorgeschobenen Posten am Fluss Pregel (russ.: Pregolja) zum Schutz vor Sudauern und Litauern. 1376 wurde die Befestigung durch Litauer zerstört. An einem strategisch günstigeren Ort wurde um 1400 eine neue Befestigung aus Stein am Fluss Nehne, inmitten eines Sumpfgebietes errichtet. Zusätzlich wurde der Fluss aufgestaut, um noch besseren Schutz zu erlangen. Die quadratisch angelegte Burg ohne Vorburg besaß ein dreigeschossiges Haupthaus. Im Thorner Frieden von 1466 wurde diese kleine Burg dem Deutschen Orden zugeschlagen. Später wurde auf dem Burggelände ein Gut eingerichtet und das Haupthaus zum Gutshaus umfunktioniert. Das Gut wurde über drei Generationen hinweg durch die Familie Schmidtke bewirtschaftet. Der letzte Herr auf Taplacken war Dietrich Schmidtke. Nach 1945 blieb der Ort Taplacken selbst recht gut erhalten. Die Gutsgebäude waren jedoch stark beschädigt. Auf dem Gut wurde eine Kolchose eingerichtet. Die Gebäude verfielen weiter. Die Reste des Haupthauses, dass später als Gutshaus diente, sind bis heute erhalten. Im Wirtschaftsgebäude waren Wohnungen eingerichtet.

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Tussainen - Tschapajewo/Neman, Ostpreussen - Russland (Kaliningrader Gebiet)

Das ehemalige Rittergut befand sich nur ein paar Kilometer östlich von Ragnit (russ.: Neman) direkt an der Memel. Heute existiert der Ort nicht mehr eigenständig, sondern ist quasi ein Vorort von Neman.  Der Ort selbst war schon zur Prussenzeit besiedelt. Der Ortsname geht wohl auf das prussische Wort für „still“ zurück und verweist vermutlich auf den ruhig dahinfließenden Memelstrom. Das Rittergut war sei 1799 durchgehend im Besitz der Familie Sanden-Tussainen. 1865 war der Besitz in den Händen von Wilhelm Ludwig Eduard von Sanden-Tussainen. Im selben Jahr ging das Gut durch Erbschaft an seinen Sohn, Baron Bernhard von Sanden. Die Familie der von Sanden sind schon seit dem 16. Jh. in Ostpreußen beheimatet. Gegen Ende des 19. Jh. begann der Niedergang des Gutes. Teile des Besitzes wurden ausgegliedert und verkauft. Ein Restgut verblieb aber bis zum Schluss in der Familie. Das Herrenhaus befand sich auf einem Hügel mit Blick auf die Memel. Von hier konnte man bei schönem Wetter bis nach Tilsit (russ.: Sowjetsk) blicken. Das Gutshaus war zweistöckig mit seitlichen Anbauten angelegt. Über dem Eingang befand sich ein Rundbogenfenster und ein Dreiecksgiebel. Teile des Haues gingen bis auf die Ordenszeit zurück. Zum Gutshaus gehörte ein weitläufiger Park mit altem Baumbestand, der zur Daubas, einem Landschaftsgebiet an der Memel, gehörte. Das Gutshaus war noch bis 1947/1948 von Arbeiterfamilien bewohnt und wurde dann abgerissen.

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Tykrigehnen - Medowoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrader Gebiet)

Das Gut lag ca. 25km nordwestlich von Preußisch Eylau (russ.: Bagrationowsk) im gleichnamigen Kreis. Heute bilden Tykrigehnen und das einstige Gut Sollnicken zusammen den Ort Medowoje. Das Gut wurde 1875 durch den Ökonomierat Albert Schumann gekauft. Er etablierte eine erfolgreiche, weit über Ostpreußen hinaus bekannte Rinderzucht auf dem Gut. Bei dem Gutshaus handelt es sich um einen spätklassizistischen Bau mit Elementen des Neobarock, die am Mittelteil des Hauses erkennbar sind. Das Gutshaus dürfte heute nicht mehr existieren.

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Waldhausen / Gross Bubainen - Pastuchowo / Bereschkowskoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Die Güter um Bubainen wurden 1721 von Leopold von Anhalt-Dessau gekauft. Er lässt 1734 ein Schloss mit 130 Zimmern erbauen. Das Schloss Bubainen wurde 1758 im Siebenjährigen Krieg durch Russen verwüstet und 1767 vollends abgetragen. Unweit davon befand sich das Jagdschlösschen Waldhausen des Herzogs. Der Forst und das Schloss waren beliebte Ausflugsziele. Leider ließen sich über die Geschichte und den heutigen Zustand des Gebäudes keine Fakten ermitteln.

 

Wargienen - Aprelewka, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Informationen folgen

Wogau - Lementowo, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das Gut mit seinem Schloss war im Besitz der Familie von Kalckstein. Das Familienmitglied und Besitzer von Wogau, Willibald von Kalckstein (1812 – 1894), war ein konservativer Abgeordneter des Deutschen Reichstages.