Lost Places & Unlost Places Ostpreussen - Polen, Russland, Litauen

Russland, Kaliningrader Gebiet S - Z

Sanglienen - Chmeljowka, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das Gut Sanglienen, ursprünglich als Sangelin um 1440 gegründet, lag im ehemaligen Samlandkreis. Die Siedlung wurde nach 1945 aufgegeben. Über die Geschichte des Gutes ließ sich nichts ermitteln.

 

Sankt Lorenz - Salskoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Der Name des Ortes im Samland nahe der Ostseeküste bei Rauschen (russ.: Swetlogorsk) geht auf den Heiligen Laurentius zurück. 1450 entstanden hier eine Kirche, die heute noch als Ruine vorhanden ist, und das Vorwerk eines Gutes. Die weitere Besiedlung fand erst später statt. Über die Geschichte des Gutes und seine Besitzer ließ sich bislang nichts ermitteln.

 

Schultitten - Strelnja, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das Gutsdorf Schultitten lag ca. 13km nordwestlich von Preußisch-Eylau (russ.: Bagratjonowks) entfernt. Um 1929 war das Gut im Besitz des Herrn von Kalckstein. Über die Geschichte und den heutigen Zustand des ehemaligen Gutsdorfes ließ sich nichts ermitteln. Die Bahnstrecke durch den nahegelegenen Ort Schrombehnen (Moskowskoje) existiert noch. Vom einstigen Bahnhof Schrombehnen (heute: Strelnaja Nowa) sind nach Internetangaben noch Nebengebäude erhalten.

 

Sehmen - Soldatowo, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Der einstige Gutsort Sehmen (ursprünglich Czemen, später bis 1938 Saymen, seit 1947 Soldatowo) liegt ca. 13 km südwestlich von Prawdinsk (dt.: Friedland). 1403 wurde das Gut durch Konrad von Jungingen an Heinrich Grobel verliehen. 1623 erwarb Heinrich von der Groeben das Gut. Es blieb bis 1643 in der Familie und ging dann durch Erbschaft an Verwandte. Es folgten verschiedene Besitzer. Darunter waren u.a. Namen wie von der Ölsnitz, von Manstein, von Plotho und von Klinckowström. 1800 kaufte Baron von der Goltz das Gut. Schon 1801 ging es durch Verkauf an Graf Heinrich zu Eulenburg. Der verkaufte es wiederum an den Grafen Friedrich von Klinckowström. Durch Erbschaft erhielt seine Tochter das Gut. Diese war mit Baron Gustav von Wrangel verheiratet. Von nun an verblieb das Gut über 125 Jahre bis 1945 im Besitz der Barone von Wrangel. Das langgestreckte Gutshaus mit seitlichem Turm wurde vermutlich im 18. Jh. erbaut. Nach Internetinformationen existiert vom Anwesen nur noch eine Ruine. Ein Restaurierungsversuch in den 1990er Jahren scheint wohl gescheitert zu sein.

 

Sesslacken - Pridoroschnoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

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Szirgupönen, Schirgupönen, Amtshagen - Dalneje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Der kleine Ort Szirgupönen lag unweit von Gumbinnen (russ.: Gussew). Der Ort wurde als Szyruuppen gegründet. Der Ortsname wechselte mehrfach seine Schreibweise von Szyruuppen in Szirgupoenen, Szyrkubken, Szirgupönen bis hin zu Schirgupönen (1936). 1938 wurde der Ortsname durch den bis 1946 existierenden deutschen Namen Amtshagen ersetzt. Um 1933 lebten hier ca. 450 Einwohner. Nach dem II. Weltkrieg existierte der Ort noch ca. 20 Jahre und wurde schließlich aufgegeben. Die Häuser und die Kirche wurden abgetragen. Über das Gut und das dazugehörige Schloss ließ sich nichts ermitteln.

 

Waldhausen / Gross Bubainen - Pastuchowo / Bereschkowskoje, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Die Güter um Bubainen wurden 1721 von Leopold von Anhalt-Dessau gekauft. Er lässt 1734 ein Schloss mit 130 Zimmern erbauen. Das Schloss Bubainen wurde 1758 im Siebenjährigen Krieg durch Russen verwüstet und 1767 vollends abgetragen. Unweit davon befand sich das Jagdschlösschen Waldhausen des Herzogs. Der Forst und das Schloss waren beliebte Ausflugsziele. Leider ließen sich über die Geschichte und den heutigen Zustand des Gebäudes keine Fakten ermitteln.

 

Wargienen - Aprelewka, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

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Wogau - Lementowo, Ostpreussen - Russland (Kaliningrad)

Das Gut mit seinem Schloss war im Besitz der Familie von Kalckstein. Das Familienmitglied und Besitzer von Wogau, Willibald von Kalckstein (1812 – 1894), war ein konservativer Abgeordneter des Deutschen Reichstages.