Lost Places & Unlost Places Ostpreussen - Polen, Russland, Litauen

Polen mit Masuren G - I

Gallingen - Galiny, Ostpreussen - Polen

Zur Unterstützung des Deutschen Ordens kam im 13. Jh. die Angehörige der Familie Eilenburg (später Eulenburg) nach Preußen. 1468 bekamen diese für ihre Verdienste Ländereien verlehnt. Darunter war auch das erstmals 1336 schriftlich erwähnte Dorf Gallingen südlich von Bartenstein (Bartoszyce). Dieser Besitz blieb bis 1945 ununterbrochen bei der Familie Eulenburg. Der letzte Besitzer war Graf Bodo Wend zu Eulenburg. Der ehemalige Reichstagsabgeordnete starb auf dem Weg der Verschleppung nach Sibirien. Das Schloss Gallingen mit seinen Wirtschaftsgebäuden und Park liegt malerisch am Flüsschen Pissa. Der älteste, U-förmig angelegte Teil des einst wehrhaften Schlosses Gallingen stammt bereits aus dem 16. Jh. Das heutige Herrenhaus stammt wohl aus dem 18. Jh. Gotische Umbauten nach einem Brand aus dem 19. Jh. wurden im 20.Jh. wieder beseitigt. Der wiederhergestellte Anblick blieb bis heute erhalten. 1945 wurde die gesamte Anlage geplündert. Nach dem Krieg diente das Schloss als Ferienlager für Kinder. Danach wurde das Gut durch wechselnde Betreiber unterschiedlich genutzt und verfiel völlig. Seit 1995 ist das Gut in privatem Besitz. Die neuen Eigentümer sanierten das Anwesen unter Berücksichtigung von Denkmalauflagen mit viel Enthusiasmus. Heute sind hier ein Hotel und ein Gestüt beheimatet.

 

Gartenpungel - Wojciechy, Ostpreußen - Polen

Das ehemalige Gut liegt sehr abseits und nur über schlechte Straßen erreichbar ca. 10km östlich von Milakowo (dt.: Liebstadt). Hat man einmal den schlechten Weg überwunden eröffnet sich eine sehr schön sanierte Gutsanlage, die durch freundliche Besitzer zu einem Hotelbetrieb ausgebaut wurde. Das an der Pasleka) (dt.: Passarge) gelegene Gut selbst ursprünglich ein Vorwerk des Gutes Banners (poln.: Bieniasze) und wurde bereits im 14. Jh. erwähnt. In den 1920er Jahren war Andreas Stuhrmann der Besitzer. 1945 wurde das Anwesen stark beschädigt und verfiel. Anfang der 1990er Jahre wurde das Anwesen durch private Hand saniert. Heute befindet sich ein sehr schöner Hotelbetrieb in dem Gutshaus. Damals wie heute beschäftigte sich das Gut mit Pferdezucht. Das Herrenhaus entstand in mehreren Abschnitten. Der ursprüngliche eingeschossige, langgestreckte Bau mit Satteldach wurde in den 1920er Jahren durch einen zweigeschossigen Anbau mit Krüppelwalmdach erweitert. In den 1990er Jahren wurde das Gebäude durch einen symmetrischen Anbau an der anderen Seite erweitert. Jeweils an den Außenecken der Anbauten befinden sich runde Risalite.

Weblink: www.gartenpungel.de

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Gehlweiden - Galwiecie, ostpreussen - Polen

Das ursprüngliche Rittergut entstand 1531. Im 18. Jh. war das Gut im Besitz einer Familie Wierzbicki. Ein weiterer Besitzer war im 19. Jh. die uralte, ursprünglich aus Pommern stammende Familie von Horn. Der Besitz wurde Anfang des 20. Jh. mit 2231 Hektar zu groß und ließ sich wirtschaftlich nicht halten. Durch wirtschaftliche Schwierigkeiten umfasste das Gut unter der Besitzerin Helene Stössel von der Heyden in den 1920er Jahren nur noch 637 Hektar mit einer dazugehörigen Brennerei. Es kam zum Konkurs und der staatlichen Übernahme in den 1930er Jahren. Danach erfolgte die Nutzung als Landwirtschaftsschule. Das spätklassizistische Gutshaus entstand Mitte des 19. Jh. im Stile alter baltischer Herrenhäuser. Im I. Weltkrieg wurde das Herrenhaus stark beschädigt aber nach Notizen von Carl Grommelt wiederaufgebaut. Den II. Weltkrieg überstand das Gutshaus. Heute wird das Gebäude als Wohnhaus genutzt. Vor ein paar Jahren erfolgten der aktuellen Nutzung entsprechende, sinnvolle aber aus architektonischer Sicht unpassende Umbauten der Fensterfront. Der einstige Park ist bis auf ein paar alte Bäume fast vollständig verschwunden.

 

Gergehnen - Girgajny, Ostpreussen - Polen

Das ehemalige Gut Gergehnen liegt malerisch an einem See unweit von Saalfeld. 1860 wurde das verwilderte Anwesen von Hermann Otto Glüer gekauft. Bis 1913 führte er hier einen modernen Landwirtschaftsbetrieb. Danach ging das Gut an einen seiner Söhne, Ernst Heinrich. Dessen Sohn Siegfried war sein Nachfolger. Dieser fiel jedoch Anfang des II. Weltkriegs. Nach dem II. Weltkireg gehörte das Gut einem Landwirtschaftsbetrieb und diente als Wohnhaus. Das Gutshaus wurde 1860 erbaut und hat einen interessanten quadratischen Grundriss. Das Gebäude ist bis heut gut erhalten und wurde nur durch unpassende Fenster etwas verunstaltet.

 

Gilgenburg - Dabrowno, Ostpreussen - Polen

Der Ort liegt ca. 50km südwestlich von Olsztyn (dt.: Allenstein) am Großen und Kleinen Damerau-See (poln.: Dabrowa Wielka und Dabrowa Mala). Der Name des Ortes war zunächst Ylienburg und Ilgenburg und leitete sich vom Pruzzischen Wort Ilga (langgestreckter See) ab. An der Landenge wurde zum Schutz des Weges um 1316 eine kleine Burg aus Feldsteinen an der Stelle einer früheren pruzzischen Wehranlage errichtet. Der Ordensritter Beringer von Meldungen war zu dieser Zeit Hüter der Burg. Im Schutz der Burg ließen sich deutsche Siedler nieder und schon 1326 erhielt Gilgenburg das Stadtrecht. Das Ordenshaus besaß eine solide Balkendecke. Die Burg wurde mehrfach zerstört, wieder auf- und umgebaut, so dass sich seine ursprüngliche Gestalt nicht mehr ermitteln lässt. Vor allem in der Schlacht von Tannenberg 1410 wurde die Stadt durch das polnisch-litauische Heer erobert und geplündert. Gilgenburg wurde niedergebrannt. Wegen der finanziellen Not des Deutschen Ordens wurde die Burg als Soldersatz dem Hauptmann Georg von Löben verpfändet. Dieser verkaufte den Besitz dem polnischen Niklas Wilko. 1495 konnte der Orden endlich den Pfand bezahlen und gab die Burg dann an den Ordensrat Hans von der Gablenz. 1544 ging das Lehen an Friedrich von Oelsnitz und durch Kauf 1572 an den Hauptmann Felix Finck von Finckenstein. In dessen Familie verblieb es bis zum Untergang Ostpreußens. Durch Ernst Finck von Finckenstein wurden im 17. Jh. erhebliche Umbauten des Ordenshauses zu einem Barockschloss vorgenommen. Sehr zum Bedauern von Historikern wurde erst um 1870 ein Torturm abgetragen. Im II. Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt. Es sind nur noch Mauerreste am Ufer des Großen Damerau-Sees erhalten.

 

Glaubitten - Glowbity, Ostpreussen - Polen

Der Ort Glaubitten wurde bereits 1362 gegründet. Lange Zeit war die Familie Boehm Besitzer des Gutes. Ein Familienmitglied, Otto Boehm (1817-1897) war Mitbegründer der Südbahn, die von Pillau nach Königsberg und weiter von Lyck nach Prostken führte. Der Ort Korschen hatte es ihm zu verdanken, dass hier einer der bedeutendsten Eisenbahnknotenpunkte von Ostpreußen entstand, da er hierfür Bauland zur Verfügung stellte. Das Gutshaus entstand im neogotischen Stil 1853. Der letzte deutsche Besitzer war Jochen Boehm, der im Volkssturm 1945 fiel. Das Gutshaus brannte im Januar 1945 ab. Das Plateau, auf dem das Herrenhaus etwas abseits des kleinen Ortes Glowbity einst stand, ist noch gut zu erkennen. Vor diesem Plateau fällt eine Freifläche sanft in Richtung Wald und zu einem Bach hin ab. Diese verwilderte Fläche und das sie umschließende Dickicht haben einst den Park der Anlage gebildet. In diesem völlig verwilderten und kaum noch zu erkennenden Park finden sich die Reste eines kleinen Friedhofs mit den Gräbern der Familie Böhm.

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Glombowen, Leithof - Glabowo, Ostpreussen - Polen

Das markante Herrenhaus liegt hinter Bäumen direkt an der Straße von Ryn (dt.: Rhein) nach Sterlawki Wielki (dt.: Groß Stürlack), ca. 3km nördlich von Ryn. Das Anwesen wurde 1416 an Jacob Leitzmann für seine Dienste am Deutschen Orden vergeben. Im 17. Und 18. Jh. waren die Familien Browoski, von Dönhoff und Packemohr Besitzer des Gutes. Um 1910 lebten etwa 110 Einwohner in dem Ort. Das Gut wurde 1938 in Leithof umbenannt. Der letzte deutsche Besitzer war Georg Feyersänger. Das Gutshaus befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft eines Landwirtschaftsbetriebes und ist in Privatbesitz. 2020 stand das Haus leer. Das Herrenhaus wurde in der 2. Hälfte des 19. Jh. vermutlich auf den Grundmauern eines älteren Hauses erbaut. Hiervon zeugen Räume mit Kreuzgewölbe im Innern. Der Grundriss des Hauses ist L-förmig. Der Baustil ist für diese Gegend eher ungewöhnlich. Noch heute Fallen Details z.B. an der Dachkonstruktion auf. Das Anwesen lag am Ufer des Arlener Sees (poln.: Jezioro Orlo). Dieser wurde jedoch im 18. Jh. abgesenkt, so dass das Seeufer etwas entfernt jenseits der Landstraße liegt.

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Görlitz - Girloz, ostpreussen - Polen

Das einstige Gut Görlitz lag etwa 6 km entfernt von Rastenburg (poln.: Ketrzyn) am Zeiser See. 1353 wurde hier ein erstes Forsthaus zur Versorgung der Ordensburg Rastenburg mit Wild angelegt. Das spätere Dorf und Gut erhielt seinen Namen von Ritter Hans von Görlitz, der am nahen Zeiser See sein Jagdschloss im 14. Jh. errichtete. Ende des 19. Jh. war das Gut im Besitz der Familie Normann.  Das eigentliche Gutshaus wurde vermutlich ebenfalls im 19. Jh. erbaut, ist aber heute nicht mehr vorhanden. 1912 erwarb Dodo Freiherr zu Innhausen und Knyphausen das Anwesen. Von 1913-1915 erfolgte der Neubau eines Gutshauses in malerischer Lage mit Garten, Alleen und Terrassen. Teile der zum Gut gehörenden Ländereien wurden für den Bau von Hitlers Wolfsschanze requiriert. Baron von Knyphausen klagte erfolglos gegen die Requirierung. Die Familie zu Knyphausen mit Frau Elsa Fürstin zu Innhausen und Knyphausen wohnte mit 4 Töchtern bis 1945 hier. Das Gutshaus überstand den Krieg unversehrt und ist heute nach umfangreicher Renovierung ein Hotel.

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Gross-Elditten - Eldyty Wielkie, Ostpreussen - Polen

Ca. 5km von Milakowo (dt.: Liebstadt) befindet sich auf einer Anhöhe in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche das leerstehende, ehemalige Gutshaus von Groß-Elditten in. Es handelt sich hierbei um eines der ältesten Landgüter des Ermlandes, dessen Geschichte bis 1289 zurückgeht. Zu dieser Zeit wurde es einem Conrad Wendepfaffe überschrieben. Im 14. Jh. war die Familie Padeluche Eigentümer. Das Gut war über die lange Zeit von 1667 bis 1908 im Besitz der Familie Hatten (früher Hatynski). Danach besaß die Familie von Strachowsky das Gut bis 1945. Das eingeschossige Gutshaus mit den zweigeschossigen Mittelrisaliten auf der Front- und Parkseite und dem Dreiecksgiebel wurde im klassizistischen Stil in der zweiten Hälfte des 19. Jh. erbaut. Ursprünglich wurde das Gebäude durch eine hölzerne Veranda ergänzt. 2020 war das Gebäude in Privatbesitz. Erste Restaurierungsarbeiten waren erkennbar. Das Haus stand aber leer.

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Gross-Kirsteinsdorf - Kirsztanowo, Ostpreussen - Polen

Der Ort liegt zwischen Ostroda (dt.: Osterode) und Olsztynek (dt.: Hohenstein).

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Gross-Medunischken, Gross-medien - Mieduniszki wielkiE, Ostpreussen - Polen

Das Gut liegt ca. 10km nördlich von Banie Mazurskie (dt.: Benkheim) und wurde vermutlich im 15. Jh. gegründet. Nachweislich waren um 1469 und um 1523 die Grafen von Schlieben Besitzer des Gutes. Im 18. Und 19. Jahrhundert war das Gut Eigentum der Familie Fahrenheid – Beynuhnen. Danach ging es in den Besitz von Anna von Bujak und dem geheirateten Eduard Schmidt aus Altenstadt. Bis 1945 blieb das Anwesen im Besitz der Familie Schmidt. Nach 1945 wurde das Gut mit seinem Herrenhaus durch eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft verwaltet, die in den 1990er Jahren aufgelöst wurde. 1997 wechselte das Gut in Privatbesitz mit dem Plan, hier eine Pension einzurichten. Das ursprüngliche Herrenhaus wurde um 1780 errichtet. Im I. Weltkrieg brannte das Haus ab. Das Gutshaus wurde im neobarocken Stil wiederaufgebaut, brannte aber 1922 durch Kaminbrannt wieder ab und wurde wiederum neu aufgebaut. 2005 brannte das Herrenhaus erneut ab. Brandstiftung und Versicherungsbetrug wurden vermutet, konnten aber nicht bewiesen werden. Die Ruine ist nun sich selbst überlassen und verfällt immer weiter.

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Gross-Pötzdorf - Pacoltowo, Ostpreussen - Polen

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Gross-Peisten - Piasty Wielkie, Ostpreussen - Polen

Der Ort liegt nur ca. 3km östlich von Gorowo Ilaweckie (dt.: Landsberg). Der Name geht auf das prußische Wort „paustre“ zurück und bedeutet Wildnis. Der Ort wird 1414 erstmals urkundlich erwähnt. 1469 wird das Gebiet an Paul Pregel verliehen. Zu Groß-Peisten gehörte auch Klein-Peisten. Klein Peisten wurde 1490 ebenfalls von Paul Pregel übernommen. 1547 erwarb Melchior von Kreytzen das Anwesen. Diese Familie entwickelte das Gut zu einem riesigen florierenden Betrieb. Das Gut über sehr lange Zeit bis 1815 im Familienbesitz. Nach langen Erbstreitigkeiten übernahm Franz Heinrich Anton von Creytz den Besitz. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten musste er den besitz aber bereits 1837 an Hugo Karl August Ludwig von Esebeck verkaufen. Es folgten weitere, schnelle Besitzerwechsel. So wird 1846 Franz von Kortzfleisch, schon 1858 der Eisenbahnmagnat Bethel Henry Strousberg und nach dessen Konkurs ab 1876 Wilhelm A. Strüvy genannt. In der Familie Strüvy verblieb das Gut bis 1945. Der letzte Besitzer war Wilhelm Strüvy (1886 – 1962). Zu dem Gutsbetrieb gehörte eine erfolgreiche Pferdezucht. Des Weiteren besaß das Gut neben der Viehzucht ein Sägewerk, eine Ziegelei und eine Schnapsbrennerei. Das Gutshaus wurde in seinen Grundmauern bereits um 1410 errichtet. Um 1846 erfolgte eine grundlegende Modernisierung im barocken Stil, bei der auch ein weiteres Stockwerk hinzugefügt wurde. 1881 wurden durch Kurt Strüvy dem Eingang ein Balkon mit Säulen hinzugefügt. Im 2. WK wurde das Gutshaus zerstört. Nur restliche Grundmauern sind wohl erhalten.

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Groß-Sakautschen - Zakalcze Wielkie, Ostpreussen - Polen

Nur ca. 5km nordwestlich von Banie Mazurskie (dt.: Benkheim) findet man das kleine, aber interessante Herrenhaus von Groß Sakautschen am Rand eines Landwirtschaftsbetriebes. Das Gut wird um 1613 erwähnt, ist aber vermutlich um einiges älter. Um 1732 ist eine Familie von Proeck Eigentümer des Gutes. Danach erfolgten mehrere Besitzerwechsel, bis es in die Hände des Amtsrates Ludwig Bruno gelangte. Im 19. Und Anfang des 20. Jh. war es im Besitz der Familie Steinert. In den 1920er Jahren wechselte das Gut in den Besitz der Familie Bark. Nach 1945 war das Gutshaus Teil eines staatlichen Landwirtschaftsbetribes und beherbergte Wohnungen und einen Kindergarten. Das Gutshaus stammt aus der 2. Hälfte des 19. Jh. Das eingeschossige Herrenhaus mit seinem Satteldach ist an sich nicht besonders spektakulär. Auffallend ist sein gewaltiger Vorbau über dem Eingang, der durch stämmige Säulen getragen wird. Auf der Rückseite befindet sich eine Veranda, die von einem Balkon gekrönt wird. Über dem Balkon wird der Giebel durch eine breite Attika abgeschlossen. Leider wurden nach 1945 einige zweckorientierte Umbauten vorgenommen und Zierelemente beseitigt. 2020 stand das ehemalige Gutsgebäude leer.

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Gross-Schwansfeld - Labednik, Ostpreussen - Polen

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes unweit von Bartoszyce (dt.: Bartenstein) lässt sich um 1330 nachweisen. Das Gut war 1484 im Besitz eines Ritters Veit Feichter. 1537 erfolgte der Übergang an Oberst Märten von Kanacher. Im Besitz der Familie Kannacher verblieb das Gut bis 1673 (die Angaben schwanken hier je nach Quelle). Danach erwarb Friedrich von der Groeben um 1694 das Anwesen. Nun blieb das Gut bis zum Ende des II. Weltkriegs in Familienbesitz. Graf Ludwig von der Groeben war der letzte deutsche Besitzer. Nach Ende des II. Weltkriegs nutzten russische Soldaten das Herrenhaus als Unterkunft. Später war ein staatlicher Landwirtschaftsbetrieb mit Büros und Wohnungen hier untergebracht. In der Folgezeit verfiel der Bau. In den 1980er und 90er Jahren wurde das Gebäude von der staatlichen Denkmalpflege saniert. Das somit gut erhaltene Herrenhaus befindet sich heute in privatem Besitz. Die Familie von der Groeben blieb auch nach dem Krieg ihrer Heimat verbunden und unterstützte und förderte durch Spenden den Erhalt von Kulturdenkmäler und den Betrieb von sozialen Einrichtungen in Polen. Friedrich Wilhelm von der Groeben erhielt deshalb die Ehrenbürgerschaft von Bartoszyce (Bartenstein). Die ältesten Teile des Herrenhauses stammen aus dem 17. Jh. Andere Quellen sprechen vom Bau des Herrenhauses um 1717. 1861 erfolgte wesentliche Umbauten. Der Stil wurde spätklassizistisch mit neobarocken Ergänzungen.

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Gross-Schwaraunen - Szwaruny, Ostpreussen - Polen

Ein paar Kilometer südlich von Bartoszyce (dt.: Bartenstein) liegt das kleine Herrenhaus von Groß-Schwaraunen. Zu dem Gutshaus sind auch noch Wirtschaftsgebäude erhalten. Urkundlich wird der Ort und das Gut um 1327 erwähnt. Zwischen 1720 und 1806 war das Gut im Besitz der polnischen Familie Kurowksi. Ende des 19. – Anfang des 20. Jh. gehörte das Anwesen der Familie Moldzio und später bis 1945 der Familie Firley. Nach dem Krieg war das Anwesen im Besitz eines staatlichen Landwirtschaftsbetriebes. 2020 war das Haus zur Hälfte bewohnt. Die andere Hälfte steht leer und verfällt. Das Gutshaus mit seiner hölzernen Veranda wurde Ende des 19. Jh. im klassizistischen Stil erbaut. Der seitliche Anbau entstand 1870. Leider ist die Veranda stark beschädigt. Dennoch lassen sich bis heute schöne Holzornamente erkennen.

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Grunau - Gronowo, Ostpreussen - Polen

Der Ort Gronowo mit seinem ehemaligen Gutshaus liegt ca. 17km nördlich von Mragowo (dt.: Sensburg). Es handelt sich um ein ehemaliges Rittergut, dass einer Familie Fresin gehörte. In ihrem Besitz verblieb es seit 1754 bis 1945. Das Gutshaus wurde im Krieg teilweise zerstört und stark umgebaut. Vermutlich wurde das Gebäude im 18.Jh. errichtet und Anfang des 20.Jh. durch einen Anbau mit Aussichtsturm erweitert. Das Anwesen ist heute in Privatbesitz. Nachfahren der ursprünglichen Besitzer sollen nach Auskunft der heutigen Bewohner noch in Deutschland leben und ab und zu Kontakt zu ihnen halten. Ein ehemaliger Angestellter soll angeblich im II. Weltkrieg auf dem Gut gearbeitet haben und ist danach geblieben. Seine Familie bewohnte später das Haus.

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Gudnick - Gudniki, Ostpreussen - Polen


Der kleine Ort Gudnick nördlich von Reszel (dt.: Rössel) und südlich von Korsze (dt.: Korschen) wurde vermutlich um 1340 gegründet. Über das Gut, seine Geschichte und seinem heutigen Zustand ließ sich kaum etwas ermitteln.

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Hermenhagen - Osieka, Ostpreußen - Polen

Das ehemalige Gut liegt unweit von Bartoszyce (dt.: Bartenstein). Die Gründung des Dorfes erfolgte 1340 durch Hermann von Heyne. Auf ihn geht der Ortsname zurück.  Das Gut wurde im 16. Jh. angelegt. Von 1821-1829 war es im Besitz der polnischen Adelsfamilie Kurowski. Die Besitzer wechselten oft. 1905 war das Anwesen in den Händen der Familie von Ascheraden und später Richter und Wegel. Nach dem II. Weltkrieg im Besitz eines Landwirtschaftsbetriebes und zunächst als Schule, später als Wohnhaus genutzt. Nach der Wende wurde das Anwesen durch private Hände erworben und gründlich saniert. Heute befinden sich hier ein Restaurant und ein Hotel. Das Herrenhaus im italienischen Stil stammt aus dem Jahr 1861 und wurde durch den Baumeister O.V. Printz errichtet. Das lassen zumindest eingemeißelte Initialen und Jahreszahlen am Turm vermuten. Der 3-geschossige quadratische Turm ist das auffallende Merkmal an diesem Gutshaus.

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Hilff - Gile, Ospreussen - Polen

Das ehemalige Gut liegt etwa 5km von der Kreisstadt Bartoszyce (dt.: Bartenstein) entfernt. Das Gute wechselte oft den Besitzer. Zu ihnen gehörten die Familien Kowalski, Zerbe und Bieler. Das Herrenhaus war zur Parkseite hin mit seinem dreistöckigen Turm, Veranda, Freitreppe und Dacherker reich dekoriert. Heute dient das leidlich gut erhalten Gebäude als Wohnhaus. Weitere Details ließen sich bislang nicht ermitteln.