Lost Places & Unlost Places

Angrenzende Gebiete

Herrenhäuser in Litauen A - Z (Suwalki/Suwalken, Kowno/Kauen, Wilna, Alt-Polen)

Antonosche bei Abeli - Antanase bei Obeliai, Kowno - Litauen

Das ehemalige Gut liegt im Norden Litauens, unweit der Grenze zu Lettland am Stadtrand von Obeliai (früher: Abeli) an einem See. Das Gut wurde wohl im 18. Jh. gegründet. Es war im Besitz vieler Adelsfamilien, so z.B. Bileviciai (poln.: Bilewicz), Moriconi und Römer. Der Maler und Schriftsteller Edward John Römer war Besitzer des Gutes. Nach dessen Tod 1878 übernahm sein Sohn Bonislaw das Gut. Dieser starb sehr früh im Jahr 1899 und das Gut ging an dessen Kinder. Im ersten Weltkrieg war hier ein Erholungsheim für deutsche Offiziere untergebracht. Zur Sowjetzeit beherbergte das Schloss einen staatlichen Landwirtschaftsbetrieb. Es waren hier die Verwaltung, eine Bibliothek und Kultureinrichtungen. Später wurde das Schloss privatisiert. Das Herrenhaus wurde 1855 nach dem Brand eines ursprünglichen Herrenhauses durch Edward John Römer im klassizistischen Stil erbaut. Das Gebäude besteht aus zwei schlichten, aneinandergefügten Einheiten. Ein seitlicher neogotischer Turm ist heute nicht mehr erhalten. Das Gut beherbergte kostbare Sammlungen an Briefmarken, Gemälden und Schmuck. 2018 wurde das Herrenhaus wohl grundlegend saniert. Es sind auch noch Teile des Parks mir seltenen Bäumen erhalten.

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Antonowo bei Mejszagola - (-) bei Maisiagala, Wilna - Litauen

Zwischen Kiemeliai (früher: Kiemiele) und Maisiagala (früher: Mejszagola/Meischagola, Meichagola) lag vermutlich das Gut Antonowo mit einem klassizistischen Herrenhaus, das im 1. Weltkrieg als Lazarett genutzt wurde. Zuvor war vermutlich ein Gymnasium in dem ehemaligen Herrenhaus untergebracht. Sowohl das Gutshaus als auch das Gut selbst scheinen nicht mehr zu existieren. Es ließen sich bislang keine näheren Angaben zu dem einstigen Gut und seine Besitzer ermitteln.

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Baisagola (russ.) - Baisogala, Kowno - Litauen

Die kleine Stadt Baisogala liegt etwas südlich der Linie Radviliski (dt.: Radwilischken, poln.: Radziwiliszki) – Panevezys (dt.: Ponewiesch, poln.: Poniewiez). Das ehemalige Gut gehört zu einem der ältesten in ganz Litauen und gehörte dem Großfürsten. Das spätklassizistische Schloss im Empire-Stil stammt wurde 1830 bis 1847 erbaut. Das Anwesen wurde mehrfach umgebaut und erweitert. Der Landschaftspark wurde bereits Anfang des 19. Jh. angelegt. Im I. Weltkrieg war in dem Schloss die deutsche Verwaltung / Kreisamt für Baisagola für Litauen untergebracht. Seit 1952 befindet sich ein Institut für Tierhaltung in dem Schloss

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Birsen, Birschi - Birzai, Kowno - Litauen

Dieser Ort liegt nur ca. 20 km südlich vom lettischen Skaistkalne (ehem. lett.: Senberga, dt.: Schönberg) im Norden von Litauen nahe der Grenze zu Lettland und gehört damit nicht mehr zum historischen Kurland. Der Ort soll dennoch auf Grund seines beeindruckenden Schlosses in der Nähe zu Lettland hier erwähnt werden. Die Geschichte von Birsen wird in verschiedenen Quellen widersprüchlich dargestellt. Der Ort wurde um 1458 (andere Quellen 1415) erstmals erwähnt. Zu dieser Zeit wurde der Ort durch Sigismund August der Familie Radziwill (lit.: Radvila) als Lohn für den Kampf gegen Tataren geschenkt. Birsen hatte als Grenzstadt eine enorme Bedeutung. Aus diesem Grund wurde von 1575 bis 1589 eine enorme Festung errichtet und immer wieder ausgebaut, um als Schutz gegen Schweden und Russen im Norden zu dienen. Durch das Aufstauen der Flüsse Agluona und Apascia wurde ein künstlicher See als weitere Abwehranlage Richtung Norden aufgestaut. In den folgenden Kriegen wurde die Festung dreimal zerstört und wiederaufgebaut. 1704 wurde die Festung durch zurückweichende Schweden gesprengt. 1804 wurde die Stadt an die Grafen Tiskevicius verkauft. (Einige Quellen geben an, dass erst unter deren Herrschaft das Schloss errichtet wurde.) Das Gebäude wurde erst 1978 -1988 restauriert. Bis dahin standen lediglich Mauerreste. Heute beherbergt das Schloss eine Bibliothek und ein Museum. Von der einstigen Festungsanlage sind nur noch die Erdwälle zu erkennen. Ein Nachfahre der Familie Radziwiill, Karol Radziwill – Botschafter von Malta in Argentinien, schenkte dem Museum 1993 eine wertvolle Karte vom hist. Fürstentum Birzai.

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Dedelunka bei Podbrodzie - (-) bei Pabrade, Wilna - Litauen

Das Gut lag an dem Zusammenfluss der beiden Flüsschen Dubinka (lit.: Dubinga) und Spingla (lit. Spengla) etwas nördlich von Podbrodzie (lit.: Pabrade) unweit der Grenze zu Belarus entfernt. Im 1. Weltkrieg war hier nachweislich 1916 die Etappen-Fuhrpark-Kolonne Nr. 134 der 10. Armee untergebracht. Das dargestellte Gutshaus war im Besitz einer Familie Morschnokow oder Merschenkow(?). Der Gutsherr war im Sommer 1916 in Zivilgefangenschaft, da er angeblich geflüchteten russischen Gefangenen Unterschlupf gewährt haben soll. In der Zeit führte seine Frau das Gut weiter. Das Gut umfasste 1916 etwa 220 Morgen, von denen 1200 Morgen wohl Waldbestand waren, 800 Morgen brach lagen und 200 Morgen angebaut worden sind. Im Osten und Süden war der Besitz durch die Dubinka begrenzt. Ein Teil des Gutshofs war mit einer langen Feldsteinmauer umgeben. Leider ließen sich keine weiteren Fakten zu dem Gut und dessen Besitzer ermitteln. Das Gutshaus scheint heute nicht mehr zu existieren.

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Dotnau - poln.: Datnow, lit.: Dotnuva, Kowno - Litauen

Der Ort Dotnuva liegt nur ca. 10km. Nördlich vom Stadtzentrum von Kedainiai (dt.: Kedahnen) entfernt. Der Ort wird bereits im 14. Jh. als Datinen erwähnt. Das Gut wurde im 16. Jh. gegründet. Zu jener Zeit gehörte es der Familie Izakauskis. Im 17. Jh. war die Familie Mlecka der Besitzer. Durch Heirat ging das Anwesen in den Besitz der Familie Bzostovski über. Dann ging das Gut an die Familie Chrapovicki. Vermutlich errichteten diese das heutige Herrenhaus oder bauten ein früheres um. Die Familie wurde 1863 enteignet. Durch Versteigerung ging das Gut an die Familie Kreitz. Danach erfolgten einige Besitzerwechsel. U.a. war der russische Innenminister Pjotr Stlypin der Besitzer, der auch die litauische Agrarreform initiierte.   1915 wurde in dem Herrenhaus eine Forst- und Landwirtschaftsschule eingerichtet. 1918 übernahm berühmte Forscher Voktor Ruokis die Schule. Später wurde diese Schule zur Landwirtschaftlichen Akademie. Im 2. Weltkrieg wurde das Herrenhaus schwer beschädigt. Wertvolle Innenausstattungen und eine Bibliothek gingen dabei verloren.  1945 zog die Akademie nach Kaunas um. Das Herrenhaus behielt den Namen „Akademie“. Das sanierte Anwesen diente und dient wohl bis heute als Wohnhaus. Das Herrenhaus wird von einem umfangreichen Park mit Teichen umgeben. Das Herrenhaus wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jh. im eklektizistischen Stil erbaut. Das dreistöckige Gebäude ist recht streng auf rechteckigem Grundriss erbaut. Die Fassade wird durch flache Risalite aufgelockert. Auf der Parkseite wird das Haus mit einer hölzernen Veranda und einer anschließenden Treppe zum Teich hin geschmückt.

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Ganuschischki - Onuskis, Kowno - Litauen

Der Ort Onuskis liegt 3km südlich vom lettischen Ilzenbergas (dt. Ilsenberg) und ca. 60km südewestlich von Jekabpils (dt.: Jakobstadt) entfernt und gehört damit gerade nicht mehr zu den drei historischen deutschbaltischen Provinzen. Etwas versteckt steht hier die beeindruckende Ruine eines Schlosses knapp an der Grenze zu Lettland und soll deshalb hier behandelt werden. Sowohl die Auffahrtseite als auch die Parkseite werden noch heute durch zwei gewaltigen Portiken mit ionischen Säulen geschmückt. Das Schloss wurde -alten Darstellungen zufolge- links und rechts durch Seitenrisalite ergänzt. Diese sind heute nicht mehr vorhanden. Dicht neben der Ruine befindet sich ein noch recht gut erhaltenes Nebengebäude. Beim Durchstreifen des Gebäudes findet man verwahrloste Räume mit einer ganz eigenen Romantik. Das Gut Onuskis wurde bereits 1522 erwähnt. Das spätklassizistische Schloss selbst wurde Mitte des 19. Jh. unter dem Besitzer Theophilus Komar erbaut und im I. Weltkrieg schwer beschädigt. Es wird vermutet, dass das Schloss durch den berühmten italienischen Architekten Cesare Anighini (lit.: Cezaris Anikinis, 1787-1861) entworfen wurde. Zum Schloss gehörte ein weitläufiger Park im englischen Stil mit Wasseranlagen. Zu den Besitzern gehörten die Familien Rajecki (18. Jh.), Mleczkow, Kaminsky und Komar. Der letzte Besitzer war Witold Teophilus Ignaz Komar.

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Gelgudischki Dalne - Gelgaudiskis, Kowno - Litauen

Das Herrenhaus von Gelgaudiskis liegt ca. 15km östlich von Jurbarkas (dt.: Georgenburg,  russ.: Jurburg) an der Memel. Das Herrenhaus ist eines der schönsten und besterhaltenen in ganz Litauen. Das Gebiet war hier schon lange besiedelt. Im 15. Jh. war hier bereits ein Gut, dass im Besitz der Familie Gelgaudai (poln.: Gielgudowie) war. Der Großherzog von Litauen Alexander vergab das um Gelgaudiskis 1504 an den Kanzler Jonas Ivaskas Sapiega. 1585 kaufte der Adlige Gregor Masalsky den Hof und schon 1586 Kaspers Oziembowsky. 1797 kaufte der deutsche Baron Theodor Henrik Keudell das Gut. Das Herrenhaus wurde durch Gustav von Keudell zwischen 1842 und 1846 erbaut. Ende des 19. Jh. wurde das Anwesen durch den Gutsherren Medard Komar gekauft. Ab 1922 war hier ein Kinderheim untergebracht. Sowohl im 1. Als auch im 2. Weltkrieg waren hier Stabsquartiere der deutschen Armee und ein Lazarett untergebracht. Nach dem 2. Weltkrieg diente das Herrenhaus bis 1966 weiterhin als Kinderheim. Danach war hier ein Internat bis 2005 untergebracht und danach eine Spezialschule. Seit 2006 ist das Anwesen im besitz der Gemeinde von Gelgaudiskis. Ab 2009 wurde das Herrenhaus als nationales Kulturdenkmal grundlegend saniert. Zu dem Herrenhaus gehört ein Park und diverse Wirtschaftsgebäude. 

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Kedahnen, Kiejdany, Keidany - Kedainiai, Kowno - Litauen

Kedainia liegt ca. 50km nördlich von Kaunas. Die Ansiedlung wird bereits um 1372 erwähnt und ist eine der ältesten in Litauen. Der Name der Stadt geht vermutlich auf einen Wohlhabenden Kaufmann namens Keidangen zurück. Der erste Gutsbesitzer war Radvila Astikatis, der auch das Herrenhaus anlegen ließ. Das Gut gehörte den Radziwills, die aus Kedainiai einen Ort der Reformation machten. 1811 ging das Gut an die Familie Czapski über. Die Familie war am November-Aufstand gegen russische Truppen beteiligt. Darum wurde das Gut enteignet und der Besitzer nach Sibirien verbannt. Eduard Totleben erhielt das Gut und seine Familie besaß es bis zum 1. Weltkrieg. Das Herrenhaus wurde durch die Familie Radziwill erbaut. Eduard von Totleben ließ das Gebäude umbauen. Es wurde eine dritte Etage und zwei Türme hinzugefügt. Nach der Enteignung wurde in dem Herrnhaus ein Lehrerseminar eingerichtet. Das Herrenhaus wurde von deutschen Truppen 1944 gesprengt. Zu dem Herrenhaus gehörten u.a. ein Landschaftspark, eine Brauerei, Ställe, Mühlen. 

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Kelm - Kelme (poln.: Kielmy, russ.: Kelmy), Litauen

Die Stadt liegt an der Fernverkehrsstraße von Sowjetsk (dt.: Tilsit) nach Siauliai (dt.: Schaulen). Das Gut wurde bereits im 15. Jh. gegründet. Das Anwesen befand sich später in den Händen des Großherzogs von Litauen. Er verlieh das Gut an Jonas Kontautas. 1591 ging das Gut an die Familie Gruzewski (lit.: Gruzevskiai). In deren Besitz verblieb das Gut für 350 Jahre. 1940 wurden die Familienmitglieder nach Sibirien deportiert. Während der deutschen Besatzung war das Gut in den Händen des Barons von Haren. Nach dem Krieg wurde hier eine Schule und später der Sitz eines staatlichen Landwirtschaftsbetriebes eingerichtet. Zu dieser Zeit wurde ein kleines Museum unterhalten. Dieses bildete den Grundstein für das heutige Museum, dass 1990 eingerichtet wurde. Das Gutshaus wurde von der Familie um 1780 erbaut. 1862 wurde das Gutshaus durch den Architekten F. Lehmann umgebaut. 1898 wurde ein weitläufiger Park angelegt. Das Gutshaus ist von seiner barocken Landhausarchitektur eine Seltenheit in Litauen. Auf dem Gut gab es bemerkenswerte Sammlungen an Büchern, Handschriften und Münzen. Heute ist das Gutshaus mit Park und Nebengebäuden prachtvoll saniert und beherbergt ein Landesmuseum.

http://www.kelmesmuziejus.lt/5531/kelmes-dvaro-sodyba.html

 

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Kidule - Kiduliai, Suwalki - Litauen

Das ehemalige Gut liegt am südlichen Ufer der Memel gegenüber von Jurbarkas (dt.: Georgenburg). Das Gut wird bereits um 1583 erwähnt. Das Gut wurde durch den Händler Kirschenstein aus Preußen gekauft. Ein Nachfahre, Jonas Hieronymus Kirschenstein wurde 1695 Bischof. Es folgten zwei weitere Bischöfe. In dem Herrenhaus traf sich König Friedrich II. mit Napoleon, um den Frieden von Tilsit vorzubereiten. Auch Zar Alexander I. besuchte das Gut in der Zeit. Das Herrenhaus wurde mehrfach durch Armeen im Krieg gegen Napoleon passiert. Nach dem Krieg stand das Herrenhaus vermutlich leer. 1837 ging das Gut schließlich an den russischen General Iwan von Offenberg. 1884 lebten auf den Gut ca. 140 Menschen. Auf dem Gut wurde eine Brauerei und Räucherei errichtet. Im 1. Weltkrieg waren Soldaten von beiden Seiten hier untergebracht. Das Herrenhaus hat diese Zeiten unbeschädigt überstanden. Der letzte Adlige auf dem gut war ebenfalls ein Offenberg. Nach der Bodenreform zog die Familie aus. 1923 lebten noch ganze 6 Personen auf dem Gut. Auf dem Gut wurde weiterhin eine Brauerei betrieben und ein Schweizer richtete eine Käserei ein. Nach dem 2. Weltkrieg waren in dem Herrenhaus Büros, eine Ambulanz und eine Bibliothek eingerichtet. 2013 wurde mit der Sanierung begonnen. Heute befindet sich hier ein Museum. Das Herrenhaus wurde im 19. Jh. erbaut. Es handelt sich um einen kleinen, neoklassizistischen Bau, der durch Baron Johann von Offenberg errichtet wurde. Das hohe Fundament, die überdachte Terrasse und die Freitreppe sollten dem Gebäude eine gewisse Größe verleihen. Zu dem Gut gehören bis heute verschiedene Wirtschaftsgebäude und ein Park.

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Landwarowo - LEntvaris, Wilna - Litauen

Ca. 20 km westlich von Vilnius (poln.: Wilna) befindet sich das Schloss Lentvaris. Das Gut wurde im 16. Jh. gegründet und befindet sich am Ufer des Lentvario-Sees. Über die ersten Besitzer des Gutes ist nicht viel bekannt. Im 18. Jh. war Tomas Sapiega Besitzer des Anwesens. 1850 wurde das Herrenhaus durch Juozas Tiskevicius gekauft. In dessen Familie blieb das Herrenhaus bis 1939. Der letzte Besitzer war bis 1939 der Graf Stephen Eugenius Marija Tyskevicius. 1915 war das Schloss Unterkunft der russischen Armee und wurde verwüstet. Das Inventar wurde nach Russland verbracht, wo es verschwand. Einige Teile konnte der Graf Tyskevicius nach Wilna (lit.: Vilnius) rette. In der Zwischenkriegszeit konnte das Schloss auf Grund von Geldmangel nicht saniert werden. Ab 1957 war in dem Schloss die Verwaltung der Teppichfabrik von Lentvaris eingerichtet. Das Haus wurde dem Zweck untergeordnet und entsprechende Veränderungen innen und außen vorgenommen. Nach den Umbrüchen in Litauen wurde das Anwesen durch den Privatmann Laimitus Pinkevicius. Dieser ging jedoch in den Konkurs. 2016 erwarb der Geschäftsmann Ugnius Kiguolisaus das Schloss. Dieser erhielt vom litauischen Staat beträchtliche Mittel zur Sanierung des Gebäudes, was auch teilweise umgesetzt wurde. Zu dem Schloss gehören einige Wirtschaftsgebäude und ein Park, der von Edouard Andre entworfen wurde. Das zunächst zweistöckige, asymmetrische Herrenhaus wurde in zwei Abschnitten erbaut. 1865 bis 1866 war der erste Bauabschnitt. 1899 wurde der Bau nach Vorstellungen der Tochter Zofia symmetrisiert, dreistöckig erweitert. Auch der neogotische Stil wurde zu dieser Zeit nach den Entwürfen des belgischen Architekten de Waegh umgesetzt. Der ziegelbau war reich verziert. Der ursprüngliche 5-stöckige, eckige Turm wurde zu einem harmonischeren 6-stöckigen Turm erweitert. Zur Sowjetzeit wurde ein weiteres Stockwerk hinzugefügt, das Dach stark verändert, so dass das Schloss seine harmonische Gestalt verlor. 

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Ostrow bei Birsen - Astravo bei Birzai, Kowno - Litauen

Im Norden von Litauen an der Grenze zu Lettland befindet sich im Vorort von Birzai (dt.: Birsen) am Sirvena-See das Gut Astravo. Das Gut wurde 1811 vom Herzog Domynikas Radvila (poln.: Dominik Radziwill) an den Grafen Mykolas Tiskevicius (poln.: Michal Tyszkiewicz) verkauft. Auf dem Gut befand sich die Ruine einer Befestigungsanlage, diese wurde aber nicht wiederaufgebaut. Stattdessen wurde ein neues Herrenhaus errichtet. Das aufwändig sanierte Herrenhaus wurde durch Jan Tyszkiewicz zwischen 1842 neoklassizistisch im Empirestil italienischer Villen nach Entwürfen des Architekten Tomasz Tyszecki erbaut und 1862 umgebaut. Es verblieb lange Zeit in den Händen der Familie Tyszkiewicz. Im II. Weltkrieg wurde es schwer beschädigt aber in den 1950er wieder restauriert. Im Innern finden sich reiche Verzierungen und Skulpturen. Ursprünglich beherbergte das Herrenhaus eine umfangreiche Bibliothek, ethnografische Sammlungen, Kunstsammlungen sowie die Archive der Familien Radziwill und Tyszkiewicz. Diese Sammlungen wurden später nach Paris und Vilnius überführt. Zu dem Herrenhaus gehört ein weitläufiger Park. Die heutige Nutzung konnte noch nicht ermittelt werden.

 

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poln.: Plungjany - Plunge, Kowno - Litauen

Plunge liegt ca. 50km nordöstlich von Klaipeda (dt.: Memel) entfernt. Der Ort wird 1567 erwähnt. Er erhielt 1792 das Stadtrecht. Das älteste Gutsgebäude stammt aus dem Jahr 1846. Damals gehörte das Gut der Familie des Nikolaij Subow. Der Entwurf stammt von einem italienischen Architekten. 1873 erwarb der Fürst Michal Oginski das Gut. Die Familie Oginski war sehr an Kunst interessiert. Sie gründete die erste Musikschule Litauens und förderte junge Künstler, wie z.B. den bekannten Maler Ciurlionis. Die Familie besaß auch eine umfangreiche Bibliothek. Als 1902 der Fürst starb, endete die kreative Zeit. In den Wirren des 1. Weltkrieges verbrannte die Bibliothek und das Anwesen verfiel. Die Fürstenfamilie flüchtete nach Posen. In der Zwischenkriegszeit wurde das Gut als Gymnasium und Landwirtschaftsschule genutzt. Im 2. Weltkrieg erlitt das Schloss weitere Zerstörungen. Zur Sowjetzeit wurden nur wenige Maßnahmen zum Erhalt des Schlosses unternommen. In dieser Zeit wurde das Gelände weiter als Baufachschule und Mittelschule genutzt. Erst 1991, mit der Unabhängigkeit Litauens, wurden substanzielle Sanierungen vorgenommen. Seit 1994 befindet sich ein Kunstmuseum in dem aufwändig sanierten Schloss. Zusätzlich werden Konzerte in dem Schloss veranstaltet. Das Fürstenschloss wurde 1873 bis 1879 im Neorenaissancestil durch die Fürstenfamilie Oginski erbaut. Der Entwurf stammt vom deutschen Architekten Karl Lorenz. Um das Schloss herum wurde ein weiter, ca. 60ha großer Landschaftspark angelegt.

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Pogryzowa - Pagryzuvys, Kowno - Litauen

Das Schloss von Pagryzuvys befindet sich ca. 15km östlich von Kelme (poln.: Kielmy) entfernt. Der Hauptpalast wurde um 1859 nach Entwürfen des Architekten F. Rimgaila erbaut. Es wurde u.a. von Jesuitenmönchen bewohnt. Das Gut gehörte im 18. Und 19. Jh. der Adelsfamilie Semetas und später der Familie Psecisevskis. Das Schloss wurde im 1. Weltkrieg schwer beschädigt. Im 1. Weltkrieg war hier zeitweise ein Teil der Bayrischen Jäger als Teil der Kurlandarmee untergebracht. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Gut verstaatlicht und an Jesuitenmönche übergeben, die es als Kloster nutzten. Später war hier ein Sanatorium für Lungenkranke eingerichtet. Nach letzten Angaben ist heute ein Sozialheim in dem Schloss untergebracht. Das Gebäude wird wohl gerade saniert.

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Pojeziory - Paezeriai, Alt-Polen - Litauen

Die Parkanlage liegt ca. 10km westlich von Vilkaviskis (dt.: Wilkowischken, poln.: Wylkowyszki). Die Gründung des Gutes liegt vermutlich im 16. Jh. Es gehörte verschiedenen Gutsbesitzern. Die Erbauung des Schlosses und die Gestaltung der Parkanlage geht auf Simon Zabielos zurück. Später gehörte es der Familie Gawronski. Es wurde in der Familie weitervererbt. Nach dem Tod von Wladimir Gawronski konnte seine Witwe das Schloss nicht mehr unterhalten und verkaufte es an Jonas Vailokaitis. Er ließ das Innere des Schlosses renovieren. Heute beherbergt die Schlossanlage ein Kulturzentrum und ein Museum. Das kleine Schloss mit seinem kolossalen Portikus wurde vom berühmten Architekten Martin Knackfuß im barocken Stil entworfen und von 1795 bis 1799 erbaut. Noch heute sind ein Bedienstetenhaus und andere Wirtschaftsgebäude erhalten.

 

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Powonden - Pavandene/Sakeliai, Kowno - Litauen

Pavandene liegt in einer malerischen Gegend ca. 30km SÖ entfernt von Telsiai (dt.: Telschen, poln.: Telschi). Das Herrenhaus lag am Nordufer des Bludosees. Die Siedlung selbst wird bereits im 14. Jh. erwähnt, aber seit der Antike ist der Ort besiedelt. Das Gut wird im Jahre 1553 erwähnt. 1560 wurde das Gut durch König Sigismund Augustus an Jonas Burba-Gervydas gegeben. Nach seinem Tod erbten seine 5 Söhne das Gut. Später ginge Teile des Gutes an den Bischof Tiskevicius und ein Teil an Barbora Burbaitė-Rozanavičienė. Danach wechselten die Besitzer häufig. 1776 war Anatanas Gedgaudas der Besitzer und zu Beginn des 19. Jh. K. Danelevisius. Seine Tochter heiratete Leonardo Sakelis. Um 1890 erbaute die Familie einen Palast aus roten Ziegeln mit Parkanlagen. Aus diesem Grund ist das Herrenhaus bis heute auch unter dem Namen Sakeliai bekannt. Unter der Führung der Familie Sakelis blüht das Gut zu einem modernen Betrieb mit einem Molkereibetrieb, einer Windmühle, einer Ziegelei usw. auf. Nach dem II.WK waren in dem Schluss ein Kulturzentrum und Wohnungen untergebracht. Das Herrenhaus begann zu verfallen und der Park verwilderte. Das Gebäude wurde weitestgehend abgetragen und die Ziegel anderweitig verwendet.

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Raudon - Raudone, Kowno - Litauen

Das Schloss Raudone liegt an der Memel ca. 25km östlich von Jurbarkas (dt.: Georgenburg, russ.: Jurburg) entfernt. Vermutlich existierte am Ort die Ordensburg Bayersburg, die durch den litauischen Großfürst Gedeminas zerstört wurde. Der Gutshof Raudon wird im 16. Jh. Als Besitz des polnischen Königs Sigismund II. August erwähnt. 1580 erfolgte der Verkauf an den preußischen Holzhändler Hieronymus Krispin-Kirschenstein. Im 19. Jh. kaufte Graf Subow das Anwesen. Dieser errichtete ein Renaissance-Schloss. 1861 bis 1877 erfolgte der Umbau des Schlosses im neogotischen Stil durch Sofia Kaissarowa (Tochter des Grafen Subow). Der letzte adlige Besitzer war die Enkeltochter Sofia Waxell und ihr portugiesischer Mann Jose Carlos de Faria e Castro. Im 1. WK wird das Schloss geplündert. Die Familie Faria e Castro muss te wegen Verschuldung das Schloss 1934 versteigern. Die Nationalbank überließ das Schloss dem litauischen Bildungsministerium. 1936 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. 1944 wurde der 33 Meter hohe Hauptturm durch die Deutsche Wehrmacht gesprengt. Der Turm wurde später wieder aufgebaut. Seit 1947 ist in dem Hauptgebäude eine Schule untergebracht. Zum Schloss gehört ein englischer Landschaftspark. Der hohe Turm kann besichtigt werden.

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Rokischken - Rokiskis, poln.: Rakiszki, Rakischki, Kowno - Litauen

Das ehemalige Gut Rokischken liegt im Nordosten Litauens nahe an der Grenze zu Lettland bzw. an der ehem. Grenze zu Kurland. Angeblich kann der Name Rokiskis auf einen Jäger Rokas zurückgeführt werden, der Hasen jagde (lit.: kiskis). Das Gut wird erstmals um 1499 in einem Brief des Großfürsten von Litauen, Alexander, erwähnt. 1532 wird das Gut mit seinem Schloss an die Fürstenfamilie Kroszinski verschenkt. In dieser Familie verblieb das Anwesen über 200 Jahre. Der letzte Besitzer war Juzef Kroszinski. Durch Heirat ging das Gut 1715 in die Familie Tiesenhausen (poln.: Tyzenhaus) über. Unter Ignacy Tyzenhaus wurde 1801 der klassizistische Palast erbaut. Nach den Tyzenhaus wurde die Familie Przezdziecki der neue Besitzer. 1905 wurde das Schloss durch Jan Przezdziecki modernisiert und vergrößert. Dabei wurde der Baustil eklektizistisch. 1933 wurde ein erstes Regionalmuseum in Rokischken gegründet. 1940 floh die Familie Tyzenhaus aus Litauen und das Museum zog in das verstaatlichte Schloss. Doch kurze Zeit später wurde unter Sowjetherrschaft das Schloss zwischenzeitlich Unterkunft für die Sowjetarmee. 1941 wurde das Gebiet durch die deutsche Wehrmacht erobert. Auch sie verboten das Museum und die Sammlungen wurden eingelagert. 1947 konnte das Museum im Schloss neu eröffnet werden. 1948 wurde durch die Sowjetregierung beschlossen, dass das Schloss Sitz eines staatlichen Landwirtschaftsbetriebes wird. Das Museum musste erneut ausziehen. 1952 konnte das Museum zurückkehren. In den 1990er Jahren wurde das Schloss prachtvoll saniert. 1997 erfolgte die feierliche Wiedereröffnung. Heute gehört das Museum zu einem der schönsten in Litauen.

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Schagarren, Szagarren - Zagare, Kowno - Litauen

Der Schlosspark Zagare liegt unmittelbar an der Grenze zu Lettland, ca. 30km nordwestlich von Joniskis (dt.: Jonischken, poln.: Janiszki). Das Gut wurde schon um 1490 erwähnt. Im 18. Jh. gehörte das Gut der Familie des Platon Alexandrowitsch Subow (1767 – 1822), einem Günstling der Zarin Katharina II. Später kaufte es der russische Graf D. Narischkin. Er ließ das architektonische Ensemble zwischen 1840 und 1860 erbauen und den Park anlegen bzw. umgestalten. Der Gestalter des Parks war der berühmte Landschaftsarchitekt Georg Friedrich Ferdinand Kuphaldt (1853 – 1938). Zu dem klassizistischen Schloss gehört ein Haus im englischen Landhausstil. Es handelt sich um das Stallburschenhaus. Es wird heute das Kirschenhaus genannt. Es ist das einzige erhaltene Haus seiner Art in Litauen. Im Schloss ist heute eine Nationalparkverwaltung eingerichtet.

 

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Schaulen - Siauliai, Kowno - Litauen

Auf dem Gebiet von Schaulen wurde der Schwertbrüderorden 1236 vernichtend geschlagen, so dass sich dieser mit dem Deutschritterorden verbünden musste. Die Anlegung der Stadt war wohl mit der Schlacht verbunden. Im 16. Jh. war Schaulen ein Verwaltungszentrum eines königlichen Gutes. Im Nordischen Krieg wurde Schaulen schwer verwüstet. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. gehörte das Gut dem fortschrittlichen Grafen Tiesenhausen. In dieser Zeit erholte sich die Stadt Schaulen wieder. 1795 kam Litauen an Russland. Die Zarin Katharina II. schenkte das Gut Schaulen dem Grafen Subow. Fakten zu dem dargestellten Schloss des Grafen Subow, seine Entstehung und sein heutiger Zustand konnten nicht ermittelt werden.

 

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Schloss Übermemel - Schloss Panemune, Gelgaudai-Schloss, Vytenis-Schloss, Kowno - Litauen

Das Schloss ist unter mehreren Namen bekannt: Schloss Panemune, Gelgaudai-Schloss oder auch Vytenis-Schloss. Das Schloss liegt an der Memel ca. 18km östlich von Jurbarkas (dt.: Georgenburg). Der Deutsche Orden errichtete im 14. Jh. Hier eine Wallburg. Anfang des 17. Jh. Wurde das Anwesen durch die ungarischen Adelsfamilie Eperjesz einem polnischen Adligen abgekauft. 1604 bis 1610 ließ er am Ort der alten Burg ein Schloss im Renaissancestil nach Entwürfen des Architekten Peter Nonnhart erbauen. Der Sohn des Besitzers baute das Schloss im barocken Stil um. Von 1753 bis 1759 war das Schloss im Besitz des Baron von Igelström und ging dann an den polnischen General Antoni Gielgud (Anatanas Gelgaudas). Diese baute das Schloss im klassizistischen Stil um. Dabei wurden Teile der Gebäude abgerissen. Er ließ auch den weitläufigen Park anlegen. Auf Grund der Beteiligung von Familienangehörigen um polnisch-litauischen Aufstand 1831 wurde das Schloss 1833 enteignet. Danach stand das Schloss leer und verfiel. Unter staatlicher Verwaltung wurden 1867 einige Räume saniert. Nach dem 1. WK ging das Schloss an den litauischen Staat. Das Schloss verfiel weiter und wurde 1927 zusätzlich durch einen Brand stark beschädigt. Ab 1935 war auf dem Gutsgelände ein Kloster untergebracht, dass durch Kommunisten geschlossen wurde. Nun entstand ein staatlicher Landwirtschaftsbetrieb auf dem Gelände. In verschiedenen Abschnitten wurden in der Folgezeit Sanierungsarbeiten durchgeführt. Heute gehört das Schloss der Kunstakademie von Vilnius. Im Schloss sind ein Hotel und ein Restaurant und Ausstellungen eingerichtet. Das Schloss besteht aus zwei Flügeln, die einen trapezförmigen Innenhof zweiseitig begrenzen. Der Ostflügel wird durch zwei Türme abgeschlossen. Um das Schloss ist ein schöner Park erhalten.

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Wilna - Vilnius, Wilna - Litauen

Das Schloss in Vilnius war der Sitz der Fürsten des Großfürstentums Litauen. Der Bau aus dem Anfang des 16. Jh. ging auf die Fürsten Alexander Jagiello (1461 – 1506) und Sigismund I. (1467 – 1548) zurück.  Es handelte sich zunächst um einen gotischen Bau, der später durch italienische Architekten im Renaissancestil umgebaut wurde. Im 17. Jahrhundert wurden Barockelemente hinzugefügt. 1655 wurde Vilnius durch russische Truppen erobert, die den Palast plünderten und teilweise durch Feuer zerstörten. Der Palast wurde nicht wieder aufgebaut, jedoch die unversehrten Reste weiterhin bewohnt. Als Litauen Teil des Zarenreiches wurde, wurde der Abriss des Schlosses befohlen. Es blieb nur noch eine Ruine übrig. Ab 1987 wurden systematische archäologische Grabungen durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche bedeutende Funde gemacht. Im Jahr 2000 wurde durch das nun unabhängige litauische Parlament der Wiederaufbau beschlossen. Vom Innenleben des Schlosses sind keine Ansichten oder Gegenstände erhalten geblieben. Diese wurden durch den Kauf von zeitgenössischen Möbeln und anderen Gegenständen ersetzt. Durch Geldmangel zogen sich die Restaurierungsarbeiten in die Länge. Der Wiederaufbau war auch nicht frei von Kritik, da die Zerstörung des Schlosses als ein lange zurückliegendes, historisches Ereignis angesehen wurde und der Neubau mit neuen Materialien nichts mit dem ursprünglichen Schloss zu tun habe. 2013 konnte das Schloss als Museum und Veranstaltungsort wiedereröffnet werden.

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Wischinty - Viesintos, Kowno - Litauen

Wischinty war ein kleines Gut ca. 20km südlich von Kupischki (lit.: Kupiskis) an einem kleinen See im Nordosten von Litauen gelegen. Im Zuge des 1. Weltkrieges waren hier Verbände der deutschen Armee untergebracht. Leider ließen sich keine weiteren Fakten zur Geschichte des Gutes und seiner Bewohner ermitteln.

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Wladykiszki - Vladikiskes, Wilna - Litauen

Das ehemalige Gut befindet sich Kaunas und Vilnius als Ortsteil von Stasiunai an einem kleinen See unweit von Kaisiadorys (poln.: Koszedary). Es wird 1647 durch den General von Grodno, Vladislovas Kierdej, erwähnt, der dieses und andere Güter in der Nähe besessen haben muss. Die Tochter von Aleksandras Kierdej, Elena, heiratete im 17. Jahrhundert Matas Romeris und somit in die Familie Romeris und somit ging der Besitz in diese über. Bis 1920 verblieb das Gut durch Weitervererbung in der Familie. Der letzte Besitzer Bronislav übernahm das Gut verschuldet 1914. Er konnte das Gut jedoch nicht mehr sanieren, da er zur Armee eingezogen wurde und im September 1818 in Karelien fiel. Er hinterließ keine Erben. Bei der Bodenreform um 1922 wurde das Gut aufgeteilt. Von den 330ha wurden nur ca. 80ha dem ursprünglichen Besitzer überlassen. Da es keinen Besitzer in Litauen gab, verblieb der Besitz in den Händen der Gemeinde. Die Verwaltung oblag der Kamila Romeri. 1926 verkaufte Kamila nach über 250 Jahren Familienbesitz über einen Verwalter das Anwesen an Vladislovas und Pranas Chatkevičius. 1934 wurde das Herrenhaus durch Zigmas Šimašius erworben. Dieser wurde jedoch 1940 enteignet und 1941 die gesamte Familie nach Russland deportiert. Zigmas starb in der Deportation. Seine Familie kehrte zurück und seine Tochter Terese übernahm das Gutshaus. Die ehemaligen Gutsgebäude wurden während der Sowjetzeit stark beschädigt und durch Anbauten verschandelt. Das Holzherrenhaus ist bis heute erhalten, steht aber nach letzten Internetangaben leer. Auch Nebengebäude sollen erhalten geblieben sein.

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Zerklischki - Cirkliskis, Wilna - Litauen

Das große Herrenhaus von Cirkliskis befindet sich ca. 3km südwestlich von Svencionys (Swenzjany) entfernt. Das Anwesen gehörte dem Großherzog von Litauen. Später war es in den Händen anderer Adliger, u.a. Juozas, Edvardas und Vladislovas Mastovskis. Mastovkis wurde wegen Beihilfe zu Umstürzen nach Sibirien abtransportiert. Das streng klassizistische, zweistöckige Herrenhaus wird durch einen Sechssäulenportikus in Kolossalordnung geschmückt. Das Herrenhaus wurde um 1796 nach den Entwürfen des Architekten Laurynas Gucevičius aus Vilnius erbaut. Von 1820 bis 1823 wurde das Herrenhaus grundlegend saniert und umgebaut. Zu dem Anwesen gehört ein umfangreicher Landschaftspark, der zum nationalen Naturdenkmal erklärt wurde. In dem Herrenhaus befand sich eine wertvolle Bibliothek und war ein kulturelles Zentrum, dass von vielen namhaften Künstlern besucht wurde. Nach dem 2. Weltkrieg war das Herrenhaus Teil eines staatlichen Landwirtschaftsbetriebes und wurde später als Landwirtschaftsschule genutzt. Heute befindet sich das Berufsbildungszentrum von Svencionys in dem sanierten Gebäude.

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