LOST PLACES & UNLOST PLACES

ANGRENZENDE GEBIETE

Weissrussland / Belarus A - Z (Grodno, Wilna)

KOBYLNIK - NARAC, NAROTSCH, NARATSCH, NARACH, WILNA - BELARUS/Weissrussland

Der heutige Ort Naratsch liegt am Naratsch-See (auch Narotsch-See) im ehemaligen Gouvernement Wilna im heutigen Belarus. Am Narotsch-See fand im März 2016 eine Schlacht statt, in der die russische Armee nach Rückzügen versuchte, aus südosten angreifend wieder in die Offensive zu gehen. Dieser Versuch scheiterte auf Grund von militärischen Führungsschwächen. Auf der deutschen Seite kämpfte u.a. das XXI. Armee-Korps unter General Oskar von Hutier (auf einer Ansicht dargestellt). Leider ließen sich keine historischen Fakten zu dem Gut und dem Herrenhaus Kobylnik ermitteln. Vermutlich wurde das Herrenhaus im weiteren Verlauf des I. WK zerstört.


OLSCHEWO/OLSCHOW/OLSZEW - Alseva/ALSCHEWA/ ALSHEVA, WILNA - WEISSRUSSLAND/Belarus

Bei dem Gut handelte es sich um ein Ensemble aus dem 18. Und 19. Jh., dass zwischen Kamarova und Lyntupy im Naratsch-Nationalpark liegt. Das Gut wurde im Wesentlichen durch die Fürsten Chominski, die führende Positionen im Militär und in der Regierung innehatten. Die Fürstenfamilie war dafür bekannt, dass sie wirtschaftlich und kulturell sehr vielseitig waren. Darum gelang es ihnen, ein wirtschaftlich fortschrittliches Gut zu bilden. Das Gut umfasste eine Ziegelei, eine Mühle, eine Bäckerei und vieles mehr. Die Familie Chominski besaß eine Umfangreiche Bibliothek mit wertvollen frühen altbelarussischen Ausgaben aus dem 16. Jh. Nach Internetangaben sind nur noch kleine Reste des Herrenhauses und Teile des Verwalterhauses und von Stallgebäuden erhalten. Der Gutspark ist heute ein Naturdenkmal von Belarus.


PRUZANA - PRUSCHANY, GRODNO - WEISSRUSSLAND/BELARUs

Die Stadt liegt ca. 80km nordöstlich von Brest entfernt. Der Ort wird bereits 1433 erwähnt. 1589 erhielt Pruschany das Stadtrecht. Das Land um Pruschany wurde 1795 an den Feldmarschall Rumjanzew gegeben. Er besaß das Gut jedoch nur ein Jahr. Anfang des 19. Jh. ging das Anwesen an die Familie des Bernhard Schwykowsky (Shvykovsky). In dieser Familie verblieb das Gut die nächsten drei Generationen. 1843 wurde das Gut unter den Söhnen von Peter Shvykovsky aufgeteilt. Valenty Shvykovsky besaß das Land um die Stadt Pruschany. Er erbaute am nördlichen Stadtrand an der Stelle eines hölzernen Hauses den Palast im Stil einer italienischen Villa nach Entwürfen des italienischen Architekten Francisco Maria Lanzi. 1897 wurde das Anwesen an Gräfin Kleinmichel verkauft. Sie vermietete das Anwesen bis 1939. Seit 1998 beherbergt das prachtvoll sanierte Herrenhaus ein Museum. Zu dem Schloss gehört ein Park.


SCHEMO - SCHEMETOWO/SHEMETOVO, WILNA - WEISSRUSSLAND/BELARUs

Das ehemalige Gut Schemo lag zwischen dem Swir-See (br.: Wosera Swir) und dem Narocz-See (auch Narotsch-See, br.: Wosera Naratsch) im ehemaligen russischen Gouvernement Wilna ca. 95km östlich von Vilnius entfernt. Über die Geschichte des Gutes und seiner Bewohner konnten bislang keine Fakten ermittelt werden. Es ist lediglich bekannt, dass hier im I.WK im November 1916 die Deutsche Armee ihr Quartier hatte. Das abgebildete Herrenhaus scheint nicht mehr zu existieren.

 

Die Identifikation des Herrenhauses wurde ermöglicht durch die Unterstützung von

Wolfgang Sax - Arbeitsgemeinschaft Feldpost 1914 - 1918 e.V.